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Hatred_WoW.jpgHatred – War Of Words

MDD Records

 

Knapp fünf Jahre haben sich HATRED für „War Of Words“ Zeit gelassen, bzw. Zeit lassen müssen. Beim letzten Besetzungswechsel hat Ur-Drummer und Gründungsmitglied Daniel „Evil Ewald“ Buld die Band verlassen, hinzu kamen noch andere personelle und private Stolpersteine. Mit  „War Of Words“ haben die Jungs aus Schweinfurt aber definitiv ihr bestes Album am Start. Textlich hat sich Frontmann Matthias „Bacchus“ Mauer mit dem Thema Propaganda und Kriegstreiberei in seinen verschiedenen Facetten auseinander gesetzt und dem Album dadurch ein Rahmenkonzept verpasst. Musikalisch haben HATRED, wie schon zum letzten Album „Destruction Manual“, noch mal eine Schippe in Sachen „Härte“ draufgepackt. Hätte ich die Band früher in die Testament Ecke gesteckt, würde ich bei „War Of Words“ eher in Richtung Exodus tendieren, was Härte und Aggressivität der Songs betrifft. Was die beiden Gitarristen Kört und Maddin hier an Leads raushauen ist auch ein absoluter Kracher und hat absolut internationales Format. Der größte Diskussionspunkt dürften die Vocals von Frontman Bacchus sein, der hier nicht zimperlich mit seinem Organ umgeht. So hat er in der Vergangenheit sein Thrash Shouting immer mit tollen Melodien verziert und von tiefen Growls bis zu verdammt hohen Schreien angereichert. Das wird auf „War Of Words“ ziemlich auf die Spitze getrieben und wird mit Sicherheit einige Leute vor den Kopf stoßen. Vor allem die tierisch hohen Schreie erreicht fast Cradle Of Filth- Regionen. Auf der anderen Seite gibt es dadurch hier unheimlich viele Kleinigkeiten zu entdecken, die dem Album eine ordentliche Langzeitwirkung verpassen. Auch bei der Produktion haben sich HATRED verbessert und „War Of Words“ knallt ordentlich, ohne dass man von Überproduktion reden müsste. Der Bleifuß wird öfter durchgetreten, als in der Vergangenheit und das ganze Grundtempo wurde ein Stück erhöht. Ein Highlight des Albums ist auf jeden Fall das 13 minütige „Hope – A Train Of Thought“. Dieses Monster, das mit einigen Wechseln und zum Teil hohem Tempo einige Durchläufe braucht, findet immer wieder geschickt zum Ursprungsthema zurück und wird zudem von einem starken Refrain gekrönt. Hervorzuheben ist noch der brutale Opener „Fuck The Zombies (fiese Vocals), „Chaos“, sowie der Titelsong War Of Words. Zu letzterem hat die Band übrigens ein Video gedreht, das vom üblichen Band-spielt-in-Kulisse-Schema weit abweicht. Anchecken! Mit „War Of Words“ ist Hatred auf jeden Fall ein erstklassiges Thrash-Album gelungen, das sich zwar nicht beim ersten hören erschließt, an dem man dafür aber lange Spaß haben kann. Well Done!

 

(Schnuller)

 

http://hatredmetal.de/


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