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totentanz nr. 29

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Rotten Sound - Suffer To Abuse EPRotten Sound - Suffer To Abuse EP
(Season Of Mist)

 

Gerade mal eben in den Player geworfen, ist sie auch schon wieder vorbei, die zehnte EP der technischen Grindcore Götter ROTTEN SOUND aus Vaasa/Finnland. Wie in diesem Genre üblich, nehmen sich die sieben neunen Tracks der „Suffer To Abuse" EP, mit einer Halbwertszeit von 11:52 Minuten, nicht gerade sonderlich ergiebig aus. Dafür verteilen die Meister der Extreme, die gerade dabei sind, ihre Europatour zu beenden, von Anfang an heftig Prügel. Zuvor haben ROTTEN SOUND noch schnell Asien dem Erdboden gleich gemacht, indem sie in Thailand, Singapur, Malaysia, Indonesien, Taiwan und Japan schwere Verwüstungen anrichteten. Nun steht das Grindcore/Death/Punk Power-Bündel mit seiner neuen EP „Suffer To Abuse“ in den Startlöchern. Wer mehr EPs raushaut, als Langrillen - ROTTEN SOUND haben in ihrer 25-jährigen Bandgeschichte gegenüber zehn EPs „lediglich“ sieben Komplettwerke geschaffen - der legt scheinbar unheimlichen Wert auf diese zwergwüchsigen Lauschangriffe.

 

Der morbide Combat Metal, der sich direkt vom Kampfeinsatz meldet, ist so gnadenlos straight, brutal ehrlich und fährt seine konsequente Linie bis zum bitteren Ende! Rotten Sound - Photo Credit: Mika AaltoDie Finnen aus Vaasa treten das ultimative, doch stets geordnete Chaos los und bombardieren die Zuhörer mit Mika Aaltos‘ Bratpfanne im Schnodder HM-2 Sound, der fette Unterstützung durch Kristian Toivainens‘ distorted Bassaxt erfährt, den Lawinen-Blasts von Sami Latva und den Death/Punk Aggro-Vocals von Frontmaschine Keijo Niinimaa. Die 7-Track „Suffer To Abuse“ EP, auf der ein derber Killersong nach dem anderen in die Tonspur gedengelt wurde, wird als Digipak Edition auf 2000 Stück limitiert sein. Die zügellose, energiegeladene und über alle Maßen leidenschaftliche Aggro-Performance mit den bösefiesen Distortion-Klampfen, sägen einem den Verstand aus dem Schädel. Hier gibt’s kurze, prägnante Grind Nummern mit Groove und technischer Finesse im Minutentakt. Die unverkennbaren, abwechslungsreichen und durchorganisiert erscheinenden Stücke machen ROTTEN SOUND regelrecht salonfähig. Kein unkontrolliertes Gemetzel oder sinnloses Durcheinandergeprügel. Das ist extrem Metal par Excellence! Natürlich wird auch auf der „Suffer To Abuse“ EP wieder schwer Gas gegeben, aber die Extrem Metal Connaisseure ROTTEN SOUND sind seit Dekaden eine Bank und ein Garant für bockstarke Grind Nummern. Ob nun ungestüm nach vorne gepresst wird oder man sich technischen Frickeleien hingibt, man merkt den Skandinaviern die jahrelange Erfahrung in diesem Sektor definitiv an. Für mich stellen sie die absolute Speerspitze dieses Genres dar und können selbst NAPALM DEATH locker das Wasser abgraben. ROTTEN SOUND fressen Langeweile wie Antimaterie. Leider ist das schweißtreibende Spektakel, wie bereits erwähnt nach knapp zwölf Minuten schon wieder vorbei. Rotten Sound - Photo Credit: Mika AaltoAber wenn man die EP zum Beispiel vier Mal hintereinander weg hört, so kommt man auch auf eine knappe dreiviertel Stunde Lauflänge ;-).

Die charismatischen Grindcoreler ROTTEN SOUND sind in ihrer Heimat derart beliebt, dass sie seit fünfzehn Jahren (mit jedem ihrer Brutalo-Releases!) in die dortigen Charts einsteigen. Aufmerksam bin ich auf die Band im Jahre 2003 auf der „Murderworks“-Tour mit DEBAUCHERY und HATEPLOW geworden. Seitdem hat mich ROTTEN SOUNDs technischer Grindcore fasziniert und nicht mehr losgelassen. Die kaum zu zähmende Bestie richtet mit jedem neuerlichen Output ein brachiales, auditives Blutbad an und ist nun mal ein echter Garant für ausgeklügelte Grindcore/Death/Punk Schädelspalter mit extremen Highspeed Knüppeorgien in facettenreichem und enorm wandlungsfähigem Schlagzeugspiel. Ihr technisch durchdachter, fett auf den Punkt gebrachter, brutaler Straight-In-Ya-Face Metal, zwischen den sich immer wieder dieses mächtige Ausrastpotential, mit der bockstarken, fett bassunterstützten Gitarrenarbeit mischt, ist einfach göttlich! Dazu die Front-Furie Keijo Niinimaa, mit ihren brutalo Vocals...er kann kreischen, grunten, growlen was das Zeug hält. Aber auch mit dem vergleichsweise ruhigen Track „StressedMess“, der mit seiner leicht kranken, psychedelischen Ader nicht minder zu überzeugen weiß, hat man einen klasse Sound eingefangen. Ansonsten stehen ROTTEN SOUND generell für unmenschliche Killerblasts, mit verdammt vielen Geschwindigkeitswechseln und über Kreuz Rhythmen. Ihre brutalen Nackenbrecher grooven dabei stets wie Sau. Da freue ich mich doch jetzt schon wieder wie Bolle auf das neue Vollwerk der finnischen Killerbrut. Macht hinne Jungs, ich geh grad ab!


(Janko)

www.rottensound.com
https://www.facebook.com/RottenSoundOfficial


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