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totentanz nr. 29

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Skeletonwitch –Devouring radiant light

(Prosthetic)

 

Bisher kannte man Skeletonwitch als Band, die munter alle Extrem Metal-Stile zusammengeworfen und daraus kurze, manchmal sogar gute Stücke daraus geformt hat. Auf „Devouring radiant light“ ist von diesem Patchwork-Songwriting wenig bis nichts mehr zu hören. Skeletonwitch zeigen, dass sie mehr können, als blindwütig Stilfragmente aneinander zu pappen. Wie viel zeigt gleich mal das einleitende „Fen of shadows“, das gemächlich startet, zwischendurch ziemlich giftig ist, trotz vieler Breaks und Wendungen aber atmosphärisch konsistent bleibt. Damit hätten wir dann auch schon eine ungefähre Blaupause fürs Album. Denn die weiteren Stücke wie „When paradise fades“ (mit kurzzeitig krasser Tempoverschärfung) oder „Temple of the sun“ (mit infam eingängigem Refrain!) scheinen ohne formelhaft zu wirken einer ähnlichen Formel zu folgen.

 

Alles klingt deutlich ernster, schwärzer und die mal bissige, mal lässige (think old Witchery) Gitarrenarbeit setzt immer wieder erfrischende Akzente.  Überhaupt ragt die Leistung von Nathan Garnette und Scott Hedrick an den Sechssaitern deutlich heraus. Denn sowohl der Brüllgesang von Adam Clemans (auch Wolvhammer) als auch das Drumming laufen eher so mit, während man gespannt horcht, was die Gitarren als nächstes anstellen. Irgendwann gehen dann aber auch Skeleton Witch die frischen Ideen etwas aus und ein wenig Banalität schleicht sich ein. Vor allem dann wenn die Vocals zu sehr den Riffs folgen oder in den Melodien ein Hauch Amon Amarth-Cheesiness mitschwingt. Im Ganzen aber trotz Schwächen im letzten Albumdrittel – der 8-Minüter „The Vault“ ist beispielsweise auch zu lang geworden – eine überraschend inspirierte Veröffentlichung. Mal schauen wie sich die Truppe im Vorprogramm von Mantar schlägt. Ich werde da sein.

 

(Chris)

 

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