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Reckless Manslaughter - Caverns of PerditionReckless Manslaughter - Caverns of Perdition

(F.D.A. Records)

Ohne Schnörkel oder sonstigen Firlefanz zocken RECKLESS MANSLAUGHTER aus Herne in Nordrhein-Westfalen ihren groovigen und wuchtigen „pure fucking Old School Death Metal“ US-amerikanischer Couleur. Seit 2008 ist die Truppe bereits am Start und hat mit "Caverns of Perdition" gerade ihren dritten Studio-Kadaver herausgebracht. Für die Fans der Ruhrgebietler waren die letzten sechs Jahre eine harte Zeit, mussten die sich doch ebenso lange gedulden, um nun endlich den "Blast into Oblivion"-Nachfolger in den Händen zu halten. Lediglich mit zwei Split-CDs und einer Demo wurden die Anhänger des German Five Piece in der Zwischenzeit versorgt. Roh, dreckig und Grund auf ehrlich brodelt dann auch der düstere, doomige, von dunklen Mächten begleitete Todesmörtel aus den Höhlen der Verdammnis.

Der dramaturgische Aufbau der massereichen Songs verleiht "Caverns of Perdition" zusätzlich Sinn und Verstand. RECKLESS MANSLAUGHTER bedienen dabei den gesamten Bereich der Geschwindigkeitsskala, agieren aber häufig auch ausgesprochen groovy. Das morbide, kraftvolle und dunkel-kehlige Death Grunting von Frontkampsau Leimy kommt so richtig schön derbe rüber, das Sägewerk des Gitarren-Sebi ist scharfkantig, wohingegen die Leads von Dennis Geil immer mal wieder Tremolobewegungen aufweisen. Christian Rüther's Tieftöner drückt sich so fett, wie überzeugend durch und ist nicht nur aufhübschendes Beiwerk, sondern aktiv und markant ins musikalische Geschehen eingebunden, was mir persönlich sehr gut gefällt. Auch die wechselhafte, impulsiv pumpende, alles zermalmende Fellbearbeitung von Michael "Pneumator" Melchers bewegt ihren Groove-Panzer durch sämtliche Gangarten. So zwingen nicht nur die beiden direkt aufeinanderfolgenden Abriss-Stampfer "Unleash the Spirits of the Fallen" und "Operation Chastise" das Auditorium zum kollektiven, freudigen Mähneschwingen. Immer wieder verfällt man dem groovebetonten, mitreißenden Zusammenspiel der Rhythmusfraktion, die ihren entsprechenden Flow zum perfekten Zeitpunkt einzusetzen weiß. Selbst im doomigen Instrumental mit Akustikzwischenspiel "Into Unknown Caverns" ist so etwas wie Langeweile nahezu ausgeschlossen. ©Reckless ManslaughterUnd so wabert auch die, zum Mittelteil hin immer cooler werdende Doom Nummer "Funeralmaster", endfett und zäh wie erkaltende Lava aus den Endtöpfen meiner Musikanlage.

 

Das schlüssige Gesamtergebnis ist mit Know-how, Herz und Hingabe gespielter Old School mit klar definiertem Sound und ausgewogener Produktion, der mit seinen starken, melodischen Leads den Zeitgeist des 80er/90er Jahre Death Metal perfekt einfangen hat. RECKLESS MANSLAUGHTER 3.0 klingt zwar nach einem Hybrid aus DEBAUCHERY, SIX FEET UNDER, SINISTER und BOLT THROWER, allerdings mit klar definierter eigenständigen Linie, denn man hört den Nordrhein-Westfalen ihre DE-Death Metal Schlagseite definitiv an. Das rohe, insgesamt 44:24 Minuten kreisende "Caverns of Perdition" bringt es inklusive des angesprochenen Instrumentals "Into Unknown Caverns" auf insgesamt neun Tracks und ist mit einem acht-seitigem Booklet ausgestattet, in dem sich sämtliche Texte über die üblichen Verdächtigen Krieg, Tod und Apokalypse tummeln. Das Artwork stammt von Dan Seagrave und erinnert (vor allem vom Stil und den Farben her) doch arg an MEMORIAMs kürzlich erschienenes Werk "Requiem For Mankind", stammt selbiges doch ebenfalls aus der Feder des britischen Künstlers. "Caverns of Perdition" ist eine offenherzige Ode an den traditionsbewussten US-Death Metal und wurde im April und Mai des vergangenen Jahres von Jörg Uken im Soundlodge Tonstudio aufgenommen, abgemischt und gemastert.


(Janko)

https://www.facebook.com/RecklessManslaughter

 

 

Hier checkt ihr das Track-Video zu "Funeralmaster":

https://www.youtube.com/embed/EY3dw5J0mp0


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