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The AssassinsThe Assassins

(Universal)

 

China an der Schwelle zum dritten Jahrhundert nach Christus: Der ruchlose Warlord Cao Cao bestimmt die Geschicke des Reiches, da der eigentliche Kaiser nichts weiter als eine Marionette in seinen Händen ist. Doch auch der mächtige Kriegsherr muss sich in Acht nehmen, haben es doch neben des Kaisers Gemahlin auch Cao Caos Konkubine und sogar sein eigener Sohn auf ihn und seine Macht abgesehen, und auch eine Bande professionell ausgebildeter Attentäter trachtet ihm nach dem Leben. Angesichts dieser lauernden Gefahren und der politisch motivierten Intrigen im Hintergrund steuert das Land geradewegs auf einen einschneidenden Umbruch zu, der letztlich den Ruhm des streitbaren Kriegsherrn begründen soll.

 

Die vermutlich berühmteste, sicherlich jedoch die am häufigsten verfilmte literarische Vorlage aus dem Reich der Mitte ist wohl die Three Kindoms Saga, die im Jahr 220 das Ende der Han-Dynastie besiegelte. Wenngleich der Titel einen anderen Richtungseinschlag vermuten lässt, nähert sich The Assassins dem Thema von einer ruhigeren, wenig actionlastigen Seite. Zwar gibt es auch hier einige Kampfszenen und sogar gelegentliche blutige Einlagen, doch alles in allem stehen eindeutig die politischen Ränkelspielchen und vor allem die Figur des Cao Cao im Fokus der Aufmerksamkeit. Dem üblicherweise asiatischen Historienepen zugeneigten Publikum mag das über die volle Distanz etwas zu still und unaufgeregt erscheinen und tatsächlich offenbart die Inszenierung einige Längen. Doch hat man sich mit dem Ansatz des Films einmal angefreundet, findet man recht schnell großen Gefallen an dem politischen Spiel auf pompösem historischem Schachbrett. Allerdings bleiben die Intrigen der einzelnen Charaktere und deren Motivation weitestgehend nebulös oder gar unklar, sofern man sich nicht gerade in diesem historischen Umfeld zuhause fühlt. Wer also nicht über allerbeste Kenntnisse der chinesischen Frühgeschichte verfügt, dem mag es auf Dauer doch etwas schwer fallen, der Handlung in all ihren Facetten zu folgen. Insofern eignet sich The Assassins in erster Linie für beinharte Genre-Fans mit allerlei Vorkenntnissen, dem restlichen Publikum dürfte das Werk letztlich etwas zu langatmig, ruhig und vor allem undurchsichtig erscheinen.


Die DVD macht den schlechten ersten Eindruck, der sich durch das Fehlen jeglicher Extras sowie des alles andere als zeitgemäßen Universal-Menüs einstellt, durch guten Ton (deutsch, englisch, französisch, mandarin) und ein erstklassiges Bild wieder wett. Die opulenten Landschaftsaufnahmen und die prächtigen Bauten erstrahlen gestochen scharf und selbst in den zahlreichen dunklen Szenen verliert man nie den Überblick.

 

(mosher)

 


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