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Brotherhood of BladesBrotherhood of Blades
(Pandastorm / Edel)

 

Peking 1627: Als sich die Ming-Dynastie ihrem Ende entgegen neigt, beauftragt der neu inthronisierte Herrscher Chongzhen drei kaiserliche Agenten, den ins Exil verbannten Eunuchen Wei Zhongxian aufzuspüren und zu eliminieren. Doch nicht nur Weis Bestechungsversuch stellt die von Geldsorgen geplagten Assassinen vor eine schwere Wahl, sondern auch zahlreiche Intrigen am Hofe lassen ihren Auftrag zu einem Himmelfahrtkommando werden.


Mit Brotherhood of Blades erreicht uns ein weiterer im mittelalterlichen China angesiedelter Schwertkampffilm, der keinesfalls das Genre neu erfindet, aber in Sachen Optik und Choreografie durchaus zu dessen – wie es der Covertext etwas vollmundig ausdrückt – Oberklasse gezählt werden darf. Gigantische Schlachtenszenen wie sie die Referenzwerke bieten, sucht man hier zwar vergebens, doch ansonsten lässt die Ausstattung keinerlei Wünsche offen. Der Look ist hochprofessionell und die Schauplätze so stimmig wie stimmungsvoll. Die Kamera, wenngleich gelegentlich etwas zu bemüht verwackelt, liefert überraschende und eindrucksvolle Perspektiven sowie großartige Bilder. An allererster Stelle jedoch vermögen die Kampfszenen zu begeistern, besonders der Verzicht auf allzu übertriebenes Wirework fällt positiv ins Gewicht. Statt der Schwerkraft trotzender Duelle oberhalb der Baumwipfel gibt es hier bodenständige Martial-Arts-Kost, die dadurch nichts von ihrer Rasanz verliert, sondern ganz im Gegenteil weitaus beeindruckender wirkt als die völlig unrealistischen Flugeinlagen anderer Genrevertreter.


Nicht ganz so mitreißend kommt die Story daher, die bei all ihrer Simplizität dennoch zu Beginn mit einer Vielzahl von Charakteren verwirrt, um sich danach nur noch höchst vorhersehbar von einem Fight zum nächsten zu hangeln. Doch was soll’s, schließlich hatten selbst die größten Kampfsport-Klassiker der 80er in vielen Fällen nicht den Hauch einer Handlung und wenn Brotherhood of Blades den Fokus auf seine erstklassigen Kampfszenen legt, eingebettet in eine rudimentäre Handlung innerhalb einer visuell atemberaubenden Welt, ist das absolut legitim, auch wenn es damit letztlich insgesamt nicht wie angekündigt zur Oberklasse des Genres reicht. Da haben andere Werke nicht nur optisch, sondern vor allem auch inhaltlich einiges mehr zu bieten. Als solide Schwertkampf-Kost erfüllt Brotherhood of Blades seinen Zweck allerdings mit Bravour.


Dank der sehr überzeugenden Blu-ray-Umsetzung erstrahlen die mitunter recht blutigen Kampf-Choreografien in vollem Glanz und entfalten auch akustisch ihre beeindruckende Wirkung. Als Bonusmaterial haben es jedoch leider nur eine Handvoll Trailer auf den Silberling geschafft.

 

(mosher)


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