Stabbing – Eon Of ObscenityStabbing – Eon Of Obscenity
(Century Media)

 

Das Erste, was beim Hören des zweiten Albums von STABBING auffällt, ist der Sound. Bei der von Chris Kritikos produzierten und von Ben Gott aufgenommenen Platte stimmt schlicht alles – vorausgesetzt, man steht auf brutalen Death Metal. Gerade die Snare-Drum klingt erfreulich natürlich und nicht im Mix zu Tode komprimiert.

Musikalisch gibt es klassischen Brutal Death Metal amerikanischer Schule zu hören. Die größte Weiterentwicklung im Vergleich zum Debüt „Extirpated Mortal Process“ ist bei Sängerin Bridget Lynch zu verzeichnen. Klang ihr Vortrag dort noch relativ eintönig und auf Dauer monoton, wird auf „Eon Of Obscenity“ geschrien, geröchelt und gegurgelt, was das Zeug hält. Mehr Abwechslung lässt dieser ohnehin eng gesteckte Genrerahmen kaum zu.

Und genau hier liegt möglicherweise auch die Krux: STABBING bewegen sich keinen Millimeter aus ihrem Genre heraus. Einerseits ist das positiv, da einem so überflüssige Breakdowns erspart bleiben, die diese Art von Musik nicht braucht. Andererseits ist die Geschichte dieser Spielart eben auch schnell erzählt. Zwar versuchen die Amerikaner mit langsameren Stücken wie „Ruminations“ gegenzusteuern, am Ende verschwimmt dennoch vieles zu einem mehr oder minder homogenen Brei. Ob nun „Sonoluminescent Hemoglobinopathy“ (was ein Name …) oder „Reborn To Kill Once More“ läuft, ist dabei kaum auszumachen.

Unterm Strich bleibt ein grundsolides Genrealbum mit starker Produktion und hervorstechendem Gesang. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

(Manuel)

https://www.youtube.com/watch?v=mi2rUn75ajg

https://www.instagram.com/stabbing_txdm/?hl=de
https://stabbingtxdm.bandcamp.com/


 


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