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Cherry CrushCherry Crush

(I-On New Media)

 

Die Idee von "Cherry Crush" ist ganz sicher nicht neu: (Relativ) Unschuldiger Mann verliebt sich Hals über Kopf in eine geheimnisvolle Schönheit, rutscht dabei aber in eine Situation hinein, die sein Leben auf den Kopf stellen wird. Um ihr zu helfen, begeht er ein Verbrechen, bringt sich damit aber weiter in die Bredouille und wird innerhalb kurzer Zeit zum Geächteten. Mit der Polizei auf den Fersen verliert er nun das Vertrauen in seine Angebetete, es könnte schließlich alles ein geschickt inszeniertes Spiel von ihr sein - oder sagt sie doch die Wahrheit und er sollte ihr Glauben schenken?

"Cherry Crush" geht die Idee nicht ganz so typisch an wie der 08/15-Thriller in diesem Bereich. Was nicht gesprochen wird, erkennt der Zuschauer anhand der Darstellung der Figuren, der Ausdrücke in ihren Gesichtern. Action spielt keine Rolle, übermäßig viel Erotik aber schon, schließlich ist der junge Protagonist ein Freizeitfotograf, der am liebsten seine Mitschülerinnen hüllenlos ablichtet. Das bringt den Sohn einer reichen Familie das erste Mal in Schwierigkeiten, das zweite Mal als sein neues Motiv Shay kennenlernt, die für ihn eine völlig neue Erfahrung darstellt. Bis schließlich aus einer vermeintlich harmlosen, gegenseitigen Hilfeleistung ein Mord entsteht, der mit jeder Lüge die Chancen für die beiden verringert, damit davonzukommen.

Das Ungewöhnliche an "Cherry Crush" ist seine Poesie, die stärkere Züge annimmt mit jeder Minute, dafür aber auch ein wenig den Film ausbremst. Man muss einfach Gefallen an Szenen finden, in denen die Akteure die Gedanken oder Gefühle spielen lassen, um das zu genießen. Gleichzeitig verhilft das dem Film aber auch zu einem eindringlichen Endteil, denn wo sich andere Thriller in Rasanz und Action stürzen, hebt man hier die psychologische Komponente und die Auswirkung jeder Handlung eines Individuums auf seine Freiheit hervor. Die Jungdarsteller leisten dabei Überdurchschnittliches und beide bringen etwas mit, was dem Charakter ihrer Rolle zugute kommt. Während man Johnathan Tucker mit Leichtigkeit den zielstrebigen, aber introvertierten Menschen abnimmt, der sein Inneres durch sein Hobby preisgibt und dem die Last von Reichtum zu schaffen macht, gibt Nikki Reed perfekt den sinnlichen Vamp, der es stets gelingt, jegliche Lüge zu ihren Gunsten zu wenden.

Übrigens sei noch erwähnt, dass es komplett unblutig im Film zugeht, also das Cover lediglich eine interessante Montage darstellt. Mit der deutschen DVD darf man trotz leichter Detailschwächen (anamorphes 1,85:1) und Genre gemäßer Fixierung des Klanges auf die Front (DD 5.1, Deu und En) sehr zufrieden sein. Neben Trailer gibt's ein nützliches, halbstündiges Making Of dazu.

 

(Paule)


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