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Carved – The Slit Mouthed WomanCarved – The Slit Mouthed Woman

(I-On New Media)

 

Bei der Frau mit dem aufgeschlitzten Mund handelt es sich um eine alte japanische Gruselgestalt á la der Schwarze Mann. Eigentlich aus einer uralten Legende hervorgegangen, muss die Gute heutzutage hinhalten, um Kinder in Angst und Schrecken zu versetzen. So auch, als an einer Schule mehr und mehr Kinder verschwinden – sogleich macht das Gerücht die Runde, die „Frau mit der Schere“ – dies ist nämlich ihre bevorzugte Waffe – sei unterwegs und jeder wähnt sich bereits als nächstes Opfer.

 

Coole Sache! Eine Frau mit erweitertem Grinsen und mit einer Schere bewaffnet, die Jagd auf Halbwüchsige macht! Da lockt doch der Blindkauf, erst recht, wenn auf dem Backcover von „Elementen aus Nightmare on Elm Street und Candyman“ die Rede ist. Dass hier mal wieder ein tüchtiger Werbetexter seiner Kreativität in Sachen Kundenfang mehr Freiheiten eingeräumt hat, als der Wahrheit, muss freilich nicht extra betont werden.

Dennoch punktet Carved – The Slit Mouthed Woman neben seiner Titelheldin durchaus mit einem zum Teil superben Setting, etwa im Keller der Mörderin, einigen stimmungsvollen Rückblenden sowie einer handvoll blutiger Effekte. Letztere halten sich allerdings insgesamt sehr in Grenzen, bedenkt man aber, dass es sich bei den Opfern um Kinder handelt, ist der Härtegrad hier kaum niedriger als bei all den anderen Japan-Horrorfilmen. Woran der Film krankt, ist eindeutig das gähnend langweilige Erzähltempo. Es mag ja sein, dass Regisseur Koji Shiraishi hier Stimmung entfachen und Spannung aufbauen wollte, doch nach dem zehnten Dialog, der in derart einschläfernder Manier vorgetragen wird, dass man sich zwingen muss, aufmerksam zu bleiben, beißt sich die Katze einfach selbst in den Schwanz.

 

Die DVD bietet einen guten Ton (Deutsch und Japanisch 5.1), für einen Film, der gerade mal ein Jahr alt ist, geht das Bild jedoch gar nicht. Ob es am nun Ausgangsmaterial liegt oder erst später verhunzt wurde – für die technischen Möglichkeiten des Jahres 2007 ist das ganz klar zu wenig. Mit dem Bonusmaterial macht I-On auch nicht mehr allzu viel Boden gut, es gibt neben Trailer, Trailershow und Fernsehspots zwar ein Making Of und separat anwählbare Interviews, deren Inhalt ist allerdings eher seicht und daher recht schnell vergessen.

 

(mosher)


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