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City Under Fire – Die Bombe ticktCity Under Fire – Die Bombe tickt

(Koch Films)

 

Poon Shing-Fung ist wohl Hong Kongs furchtlosester Experte für Bombenentschärfungen. Kein Einsatz zu heiß oder zu explosiv. Bei einem seiner Einsätze geht was schief und er verliert ein Bein. Auch mit amputiertem Bein kämpft er sich zurück, ist voller Tatendrang und Motivation und stellt seine Arbeit in den Dienst der Hong Konger Bevölkerung. Die Polizei allerdings sieht ihn aufgrund der Behinderung nicht mehr in der Lage für den Frontdienst und bietet ihm einen ruhigeren Verwaltungsjob an. Enttäuscht von seinen Bossen wendet er sich ab und arbeitet Kfz-Mechaniker. Als eine Gruppe immer weitere Terroranschläge macht, wird er Undercover eingeschleust. Der ganz große Knall steht bevor und Poon Shing-Fung kämpft gegen die terroristische Organisation, gegen die Zeit und für seine Stadt.

 

„City Under Fire“ so der Titel hier, ist international unter „Shock Wave 2“ gelaufen. Ein wirkliches Sequel ist der Film nicht geworden. Lediglich das gleiche Team (Regie Herman „Ip Man Zero“ Yau und Hauptdarsteller Andy „Infernal Affairs“ Lau) ist mit an Bord und auch thematisch orientiert man sich am Vorgänger Shock Wave. Soll heißen, es steht wieder die Arbeit des Bombenentschärfungskommandos und ihrem Supercop im Vordergrund, allerdings in der Rolle eines neuen Protagonisten. In 2 Stunden Spielzeit bekommt der Zuschauer einen Mix aus ziemlich dünner Story, nicht immer überzeugender Inszenierung, handgemachter Action (Verfolgungsjagden), Shooouts und CGI-Explosionen. „City Under Fire“ ist dabei immer dann am besten, wenn die klassischen Actionelemente beherzigt werden. Also bei den Verfolgungsjagden durch Hong Kong und bei den Shootouts. Für westliche Sehgewohnheiten sind die China-Idealistischen Inszenierungen (der immer einsatzbereite und unfehlbare Held) etwas befremdlich und kitschig aber im Rahmen reiner Unterhaltung auch zu übers(t)ehen. Was im Hong Kong bzw. China Cinema leider immer mehr überhandnimmt, sind die CGI-Effekte. Nichts dagegen, wenn es in die Story passt oder wenn es sich um einen Sci-Fi oder Fantasy Film handelt. Warum man aber einen Actioner mit durchaus klassischen Inszenierungsmöglichkeiten mit billigen CGI Explosionen versaut, bleibt mir ein Rätsel. Modelle und Kulissen sowie echte Explosionen in eben diesem Rahmen wirken realer als die schlecht gemachten CGI-Explosionen einer durchaus teuren Blockbuster Produktion. Einmal mehr wirkt das Motto schneller, weiter und vor allem mehr eher kontraproduktiv und trübt das Filmerlebnis. Wäre letztgenannter Makel nicht vorhanden, wäre „City under Fire“ vom mittlerweile vielleicht sogar eingespieltem Duo Andy Lau / Herman Yau ein guter Actioner mit Wiederholungsfaktor, so bleibt er eher ein phasenweise unterhaltsamer aber insgesamt nicht unbedingt zur Wiederholung geeigneter Streifen.

 

Die Blu-ray von Koch Films hat ein kräftiges Bild und satten Sound. Im Bonusbereich gibt es ein Making of, ein Musikvideo zum Titelsong von Hauptdarsteller Andy Lau sowie ein paar Trailer.

 

(Zvonko)              

 

 

 

 


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