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The Firm - 3. HalbzeitThe Firm - 3. Halbzeit

(Ascot Elite)

 

Dominic lebt sein Teenager leben im London der 1980er Jahre wie die meisten anderen Teens auch. Er hängt mit seinem besten Kumpel rum, kifft hier und da mal einen, hört schlechte Disco Music und hat einen grausamen Klamotten Geschmack (aber so waren halt die 80er!). Als er eines Abends mit seinem besten Freund in der angesagtesten Disco Londons ist und sich, neben vielen Leuten, ausgerechnet Bex zum Blöd von der Seite anmachen aussucht, ändert sich sein Leben schlagartig. Zu diesem Zeitpunkt weiß Dom nämlich nicht wer Bex ist, nämlich der Chef der härtesten Firm (Hooligan Gang) Londons - den Fans von West Ham United. Bex fackelt auch nicht lange, sondern wischt sich mit den beiden vorlauten Teenies einfach den Mund ab. Damit sie kein Ausgehverbot bekommen, müssen sie sich bei Bex entschuldigen. Der junge und noch sehr stark beeinflussbare Dom wird am Tag der Entschuldigung so sehr in Bex Bann gezogen, dass er seine alte Clique und seinen früheren besten Freund zurücklässt und sich Bex und seiner West Ham United Firm anschließt. Für ihn kommen Monate des Kampfes (vornehmlich mit der Firm von Millwal und deren Anführer Yeti), von noch schlechteren Klammotten als er ohnehin schon trägt und des Mitläufertums. Denn für seine Sehnsucht nach Coolness und Anerkennung ist ihm nichts zu peinlich, auch nicht das billige Kopieren seines neuen Vorbildes Bex.

Nick Love wusste mit dem Hooligan Film "The Football Factory" bereits zu überzeugen. "The Firm" ist das Remake eines Klassikers aus dem Jahr 1988 mit Gary Oldmann in der Rolle des Bex. Kenne die Originalversion nicht und kann deshalb auch keinen Vergleich zwischen beiden ziehen. Aktuelle Version ist aber sehr gelungen. Auch wenn es kein typischer Hooliganfilm ist, wie beispielsweise bereits genannter "The Football Factory" oder der ziemlich schlechte "Hooligans" mit Elijah "Frodo" Wood in der Hauptrolle. Denn würde man nicht wissen, dass es sich um Hooligans handelt, die auf Kämpfe untereinander aus sind, könnte man auch meinen, dass es sich in diesem Streifen einfach um rivalisierende Straßengangs handelt. Regisseur Love verzichtet nämlich gänzlich auf Fußball oder Stadionszenen. Er zeigt stückweit dokumentarisch einfach nur präzise und schnelle Gewalt Szenen. Also keine Hollywood artigen Kampfchoreographien sondern sehr realistische Schlagabfolgen, die so schnell wie sie Anfangen auch wieder vorbei sind - also so wie es auf jeder Bierzelt Schlägerei auch ablaufen könnte. Noch mehr Realismus entspringt der Tatsache, dass die Statisten aus Fußballfans rekrutiert wurden und die auch zum großen Teil Schlägerei erprobt aussehen. Zudem nimmt man das gesehene den Darstellern einfach nur ab weil sie einen tollen Job machen. Die Darstellung des eigentlich ziemlich versnobbten Bex, der für den ultimativen Kick einfach alles geben würde ist mehr als nur überzeugend. Ebenso die Leistung des Darstellers, der den jungen und beeinflussbaren Dom gibt. Diese Rolle scheint ziemlich Autobiographisch zu sein, wie Love in einem Interview preisgibt und dadurch den Film noch mal aufwertet. Sehr gelungener Film, der auch nicht Fußballfans oder Hooligan(faszinierten) gefallen kann. Außerdem eine gelungener Rückblick auf die 1980er Jahre. Denn der Film zeigt wie grausam dieses Jahrzehnt in puncto Dance/Disco Music, schriller Kleidung und verbotenen Frisuren eigentlich war.

Ascot Elite hat wieder einmal einen Klasse britischen Independent Streifen veröffentlicht. Natürlich enthält die Disc neben der deutschen noch die englische Tonspur. Neben einer Trailershow gibt's einige interessante Extras. Darunter finden sich neben dem obligatorischen Making Of noch Interviews, Deleted Scenes, Die Auswahl der richtigen Statisten und die Entstehung der realistischen Kampfszenen.

 

 

 

 

(Zvonko)


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