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Anaal Nathrakh –Desideratum

(Metal Blade)

 

Dave Hunt ist bei Benediction-Gigs immer für einen Lacher gut und auch bei Anaal Nathrakh lugt hinter all dem wilden Getrümmer der Schalk hervor. Oder bilde ich mir das nur rein und das wieder mal völlig überdrehte Songmaterial und der geräuschhafte Gesang ist tatsächlich ernst gemeint. Wie dem auch sei, „Desideratum“ ist jedenfalls wieder ein einziger wüster Trip, bei dem so exzessiv Black Metal mit Death Metal, Grind mit Electro bzw. Gabba (Tendenz steigend durch die Kollaboration mit Gore Tech) und Raserei mit theatralischen Refrains zusammengepanscht werden, dass es einer akustischen Überdosis gleichkommt.

 

Doch bevor der mentale Blackout einsetzen kann, kommt meist ein eingängiges Riff oder eine Hookline angeschossen, die den Hörer wieder anfixt. Keine Frage, der Wahnsinn bei Anaal Nathrakh hat Methode. Dass diese sich im Laufe der letzten Alben nur wenig verändert hat, kann man der Band vorwerfen. Muss man aber nicht. Denn Tracks wie „Unleash“ (mit coolen Stop & Go-Breaks), der Electro-Dark Funeral-Speedball „A firm foundation og unyielding despair“, das angesichts der Härte unglaublich eingängige „Idol“ oder „Rage and red“ (starker, ausnahmsweise mal garstiger Refrain) machen auch so Spaß. Allerdings insgesamt nicht ganz so viel wie das besser produzierte „Vanitas“.

 

(Chris)

 

http://www.anaal-nathrakh.com


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