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AlphaTiger_same.jpgAlpha Tiger- Alpha Tiger

Steamhammer / SPV

 

Nach dem 2015 Sänger Stepahn Dietrich ALPHA TIGER, kurz nach der Veröffentlichung des dritten Albums „iDentity“, verließ, konnte die Band mit Benjamin Janio relativ schnell einen Nachfolger präsentieren, der die nicht gerade kleinen Fußstapfen seines Vorgängers ausfüllen durfte. Der neue Mann am Mikro konnte sich auf der folgenden Tour schon beweisen und macht auch auf dem neuen Album eine gute Figur, singt aber nicht ganz so hoch, wie sein Vorgänger. Für das dritte Album haben sich ALPHA TIGER, wie viele andere zurzeit, für eine analoge Aufnahme entschieden, was den Sound wesentlich basischer und rockiger klingen lässt. Hinzu kommt, dass man mit Johannes Walenta für die Aufnahmen noch einen Organisten gewinnen konnte, der die Songs zum Teil recht stark mit Hammondsounds anreichert. Das schiebt  den Sound des Albums ein ganzes Stück in Richtung der 70er, da die Gitarren ein Stück cleaner und weniger riffig gehalten wurden, um Platz für die Hammondsounds zu haben. Die Melodieführung der Vocals ist für mich immer noch klar Alpha Tiger, lediglich in einen etwas  anderen Kontext gesetzt.

Der Opener „Comatose“ präsentiert direkt die schon angesprochenen Hammondsounds, ist aber noch einer der metallischeren Songs auf „Alpha Tiger“, dem mit „Feather In The Wind“ allerdings direkt eher balladeske Töne folgen. „Singularity“ erzeugt mit vielen Effekten auf dem Gesang und den Gitarren den gewollte spacigen Effekt, läuft mir aber, trotz gelungener Umsetzung, nicht so gut rein. „Aurora“ entfernt sich ebenfalls sehr weit vom alten Stil und klingt schon sehr nach den 70ern, die Gesangsmelodie erinnert mich allerdings irgendwie an „Sound Of Silence“. Ähnlich geht es in den nächsten Songs weiter, die sich eher nicht mehr an frühen Queensryche orientieren, wie auf den bisherigen Alben. Erst der vorletzte Song „If The Sun Refused To Shine“ zieht das Tempo etwas an und geht zurück zu den metallischen Wurzeln der Band. Das abschließende „The Last Encore“ ist eine eher melancholische Rocknummer. Das einleitende Intro von Frank Zappa passt bestens zum nachdenklichen Text und geht gut unter die Haut. Definitiv mein Albumhighlight.

Das Fazit zum Album fällt bei mir allerdings eher durchwachsen aus. Mit Sicherheit haben ALPHA TIGER hier ein etwas anderes und mutiges Album abgeliefert, das mit Sicherheit einigen Gegenwind erzeugen wird. Die Songs sind grundsätzlich gut und toll arrangiert, entfernen sich, auch durch die Produktion bedingt, allerdings schon sehr weit vom bisherigen Stil der Band. Kleine Schlenker in andere Richtungen konnte man ja schon auf „iDenitiy“ finden. Ob das Experiment auf dem mittlerweile vierten Album allerdings funktioniert, bleibt abzuwarten. Hoffentlich wird das nicht die letzte Zugabe sein.

 

(Schnuller)

 

https://www.facebook.com/AlphaTigerBand/

 

 

 


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