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Trivium - The Sin And The SentenceTrivium - The Sin And The Sentence

(Roadrunner Records)

 

Mit tieferer Stimme vorgetragen, könnte der titelgebende Opener im ersten Moment auch von Grand Magus stammen. Zumindest bis Trivium die Zügel anziehen und in ihre typische Mixtur aus modernem Thrash und melodischem Death Metal verfallen.

Spätestens dann wird aber auch klar, dass das, was für einen kurzen Augenblick noch nach frischen Impulsen duftete, keinen dauerhaften Bestand hat und die Band dazu neigt, das zu tun, was sie sonst auch tut. Klingt nach Stagnation? Ja, in gewisser Weise schon. Die Band bleibt zwar immer abwechslungsreich und variabel. Sie hat ihren Aktionsradius mit den letzten sieben Alben jedoch klar abgesteckt und überschreitet diesen auch auf Nummer acht nicht. Stagnation? Nennen wir es Bequemlichkeit.

Die Melodieverliebtheit der Amis dürfte Traditionalisten immer noch die Fußnägel hochrollen, denn selbst der aggressivste Moment auf „The Sin And The Sentence“ (wahrscheinlich das wütende letzte Drittel von „Betrayer“ und der Devildriver-artige Stampfer „The Wretchedness Inside“) ist immer noch krass auf Hochglanz poliert und mit Softlack veredelt.

Mit einem Faible für Metal mit diesem leicht künstlichen Plastik-/Kaugummi-Geschmack muss man der Band aber klar attestieren, dass sie genau weiß, was sie tut. Die Melodien, denen wieder mehr Raum denn je eingeräumt wird sind griffig und bleiben im Ohr. Die härteren Momente sind effektiv platziert und verfehlen ihre Wirkung nicht.

Mir persönlich gefiel die etwas schroffere Ausrichtung eines „In Waves“ zwar besser, doch vor allem das gelungene „Beauty In The Sorrow“ und der lässige Titelsong entschädigen dafür ein bisschen. Im Endeffekt bleiben Trivium aber auch mit ihrem achten Album ein „love it or hate it“-Ding.

 

 

(Michael)

 

www.trivium.org

 


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