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totentanz nr. 29

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Lik - CarnageLik - Carnage

(Metal Blade)

LIK [schwedisch für Leiche(n)/Leichnam] sind eine Todesschwadron aus Stockholm, die seit 2014 auf den, noch längst nicht ausgetretenen Pfaden von THE CROWN, DISMEMBER, AT THE GATES, ENDSEEKER, THE HAUNTED, NIGHTRAGE und BLOODBATH wandelt. „Carnage”, das zweite Death Metal Geschredder der Skandinavier umfasst insgesamt zehn Tracks im schnodderigen HM2-Sound. Hässlich, böse, fies, schnell, technisch und unerbittlich sind wohl die Hauptattribute des höllischen Triumvirats. Ihr modrig-morbider, tiefenverzerrter Sound geht schwer nach vorne und sägt einem auch noch das letzte bisschen Verstand aus dem Schädel. Der brutale SWE-Death, den LIK auf ihrem Zweitschlag abliefern, ist aber auch durchaus als melodisch zu bezeichnen, bisweilen gar eingängig, aber halt auch mächtig flott und auf die Kacke. Photo Credit: Michaela BarkensjöAbsolut auf der Höhe der Zeit, gleichwohl der Tradition verbunden, orientiert man sich am grobschlächtigen, erdigen Klangbild der 90er Jahre und überträgt dieses mit Leichtigkeit in die Neuzeit.

Tomas Åkviks‘ irrwitzige Knochensägen und seine nach vorne preschenden Vokills, Chris Barkensjö an Drums und zweiter Growlstimme, sowie Niklas "Nille" Sandin (der auch bei KATATONIA den Tieftöner zupft) an Gitarre und Bass, vollführen auf „Carnage“ ein wahrlich furioses Gemetzel. Ein regelrechtes Fleischfestival! Auch textlich befassen sie sich mit allerlei abgetrennten Körperteilen, Tod, Krieg Fleisch, Blut und Mord. Die, dem Hörer entgegengeschleuderte Aggro Growling Performance von Frontbrüllwürfel Åkvik und sein unerbittliches Hammerriffing paaren aggressives Gebaren mit Geschwindigkeit, Groove und Flow. Der kernige, übelst geile Buzzsaw-Sound, den Tomas Åkvik aus seiner Klampfe kitzelt, ist so richtig schön intensiv und durchdringend. Die ab und an eingewobenen melodischen Leads von Nille Sandin stellen hier die schönste Nebensache der Welt dar. „Carnage“ ist einfach geiler, überwiegend schnell gezockter, thrashiger und dynamischer Death Metal von wahren Meistern ihrer Zunft. Spielwitz und Spielfreude inklusive!

Die lebendigen Songs strotzen geradezu vor Energie und Power. Photo Credit: Michaela BarkensjöMan höre nur das schwere, massige und ungestüme Groove Monster „The Deranged“ oder auch „Celebration of the Twisted“, bei dem furiose Geschwindigkeiten coole Soli vereinnahmen und schon mal zum Midtempogroove, mit so richtig lässigen Bridges wechseln. Die Death Triade bildet dabei ein äußerst homogen agierendes Instrumentalkonglomerat. Die furiosen, kraftstrotzenden, mit endfetten Leads und brutal starken Killerrefrains versehenen zehn neuen Tracks der Schweden LIK besitzen wahrlich Seele und diese ganz spezielle Aura, die man leider nur noch selten im riesigen, verwesten Kadaverhaufen des heutigen Todesmetals finden kann. Das Dreigestirn aus der schwedischen Hauptstadt versuchte das Material ihres zweiten Albums möglichst in einem Take aufzunehmen und so wenig wie irgend möglich davon nachzubearbeiten, um eine authentische und durchdringende Live Atmo zu erhalten. So hat man mit seiner markigen Produktion in 36:51 Minuten einen Killersong nach dem anderen in die Tonspur gedengelt. Hier gibt es keinen einzigen Ausfall zu vermelden. Nicht nur der Sound im Allgemeinen, sondern auch die einzelnen Tracks haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Wer auf oben genannte Bands, wie auch deftigen HM2 geprägten Buzzsaw Sound steht, der wird an „Carnage“ seine wahre Freude finden. Bockstarkes Album!


(Janko)

https://www.facebook.com/LIKofficial

 

 

Hier gibt's audiovisuell was auf die Mütze:


Celebration of the Twisted:
www.youtube.com/watch?v=Qh1K-87uQKM

Dr. Duschanka:
https://www.youtube.com/embed/pqYrg8Jf1R8

 

Rid You of Your Flesh:

https://www.youtube.com/watch?v=V0vV0xRE3KY


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