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Sinmara –Hvisl starjana

(Van Records)

 

Da hat man gerade erst mit Mühe die Svartidaudi verkraftet, kommt aus Island schon das nächste Brett. Ganz so verstörend ist „Hvisl starjana“ aber nicht geworden. Im Vergleich ist die Platte sogar recht zugänglich geworden, auch wenn das Def Lepard-Fans sicher anders sehen würden. Insgesamt ist das Klangbild, wenn man das so sagen kann, typisch isländisch. Eher tiefe Vocals, gerne im semiaggressiven Blastmodus und alles wird von konsequent disharmonischen Saitenklängen atmosphärisch zusammengehalten. Sinmaras Output ist dennoch aus zwei Gründen höchst bemerkenswert.

 

Zum einen ist die kompositorische Qualität und die Fähigkeit für durchdringende, gerne auch mal leicht schwedisch tönende Gitarrenläufe enorm ausgeprägt, zum anderen wagen sich die Isländer durchaus auch mal auf ungewohntes Terrain. Das erste Ausrufezeichen in dieser Hinsicht setzt „Mephitic haze“, das zum Ende hin harmonisch bis in smoothe Katatonia-Bereiche vordringt und dann unplugged ausklingt. Im Folgestück lockert sich anfangs der Rhythmus auf und es wird beinahe für ein paar Momente rockig, bevor die alles durchdringende, geschmeidig arrangierte Schwärze wieder die Oberhand gewinnt. Gut so, denn das ist natürlich die Kernkompetenz der Isländer und darin macht ihnen auch kaum einer was vor. Sehr gutes Album, das aktuell jetzt beim sechsten Durchgang immer noch Laune macht. Schlechte natürlich.

 

(Chris)

 

https://sinmara.bandcamp.com

 


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