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RINGS OF SATURN - GidimRINGS OF SATURN - Gidim
(Nuclear Blast)
 
Wie das Cover, so die Musik! Der Technical Alienated Deathcore der Gitarrenvirtuosen ist bunt, schrill, laut, komplex, extrem, experimentell und rapido. Seit RINGS OF SATURN im Jahre 2009 aus der galaktischen Ursuppe eines Recording Studio Projekts zwischen ein paar Highschool Kids emporstiegen, haut das, mittlerweile zum Trio zusammengeschrumpfte Bay Area/Texas Power-Bündel, beinahe im zwei-Jahres-Rhythmus neue Alben raus. "Gidim", was aus der sumerischen Keilschrift übersetzt so viel wie "uralter/archaischer Geist" bedeutet, ist somit bereits die fünfte Stahlzentrifuge der Neo Deathcore Extrem Metal Weirdos aus Dublin, Kalifornien (heute sesshaft in Austin, Texas). Schlagwerker Aaron Stechauner, sowie Gitarrist Miles Dimitri Baker verließen im Jahre 2018 die Band, um sich voll und ganz auf ihr Projekt INTERLOPER konzentrieren zu können. Baker wurde von Joel Omans ersetzt, der bereits 2010 bis 2014 die Klampfe bei RINGS OF SATURN anschlug. Für Aaron Stechauner gibt es noch keinen festen Ersatz und so sprang Session-Drummer Marco "Lord Marco" Pitruzzella (BRAIN DRILL-Gründer; sitzt u. a. seit 2013 bei SIX FEET UNDER hinter der Schießbude) in die Presche.

In 44:34 Minuten prasseln einzigartige, anspruchsvolle Spielereien, Stakkato- und Djentriffing, spacige Synthiesounds, arschgeile klassische Leads, wild gewordene Soli, esoterische Blastattacken "from outa space", interstellar bassverstärkte Break-Downs, dunkles gutturales Grunting, über kehliges Screaming bis hin zu wildem Alien-Gekeife, sowie ein technisch 1A umgesetztes, wahnsinnsgeiles Gitarrengefrickel mit vierdimensionalen Arpeggios auf das potenzielle Auditorium ein. Und um die Grenzen des Möglichen weiter auszuloten, zockt Lucas Mann auf "Gidim" dieses Mal sogar eine neunsaitige (!!!) Gitarre. Er wollte damit nicht prahlen, sondern die untersten und obersten Töne auch ohne Tricks wie Pedale oder andere Module erreichen und damit ein wenig herumexperimentieren. Photo Credit: Brian DelumpaRINGS OF SATURN sind und bleiben eben sehr speziell, absolut unverkennbar und wahre Techniker vor dem Herrn...dem Deathcore Herrn. Wem das nicht gefällt, der wird so seine Schwierigkeiten mit den RINGS OF SATURN Klangkosmen haben, denn es ist schon echt harter Tobak, was die US-Boys bei der Rückbesinnung auf ihre Wurzeln vom Leder lassen (man checke nur mal den siebten Track "Mental Prolapse" an). Für diejenigen, die damit kein Problem haben, wird "Gidim" sicherlich zu einem grenzenlosen Hörvergnügen. Steckt den Kopf einfach mal für zwei Minuten bei voller Leistung in die Mikrowelle und ihr wisst, was ich meine! Boah, das ist so geeeiiieeelll stimulierend!!!

 

Hat mir "Ultu Ulla" schon mega gut gefallen, klatscht mich "Gidim" so richtig vom Hocker. Man muss allerdings schon auf derart verrückte Musik stehen, um mit RINGS OF SATURNs brutal durchgeknalltem Tech Death und deren schier unerschöpflichen Brain-Pool klarzukommen, denn sie ist alles andere als leicht zu verdauen. Bei mir persönlich zündet die astrein durchstrukturierte, top arrangierte und enorm wuchtig produzierte Scheibe jedoch auf Anhieb. Die brutal schnellen, gar ultrafiesen Wechsel und die mächtig bösartigen Vokills von Frontbrüllwürfel Ian Bearer zeichnen dieses polyrhythmische Tech Death Hybridgeballer aus. Mein lieber (Lucas) Mann, was für eine groteske, kranke und endschräge Scheiße! Die ungeschlagenen Tech Death Meister brennen mit "Gidim" ein Extrem Metal Feuerwerk der Sonderklasse ab, um die Essenz des Durchgeknallten in ungeahnte Extreme zu führen. "Gidim" ist eben ein Album von Aliens für Aliens! Neben ANAAL NATHRAKHs "The Whole Of The Law", AVERSIONS CROWNs "Tyrant", IGORRRs - "Savage Sinusoid", KRYLITHSICs "Beast Of The Northern Hemiphere" und REPTILIUMs "Conspiranoic" ist "Gidim" eines der besten Alben, die der Extrem Metal, Tech Death und/oder Deathcore in den letzten Jahren hervorgebracht hat!

 

Inklusive dem titelgebende Instrumental und Rausschmeißers haben die durchgeknallten Aliencoreler zehn Tracks voller phantastischer Artefakte auf ihr neuestes Werk gepackt. Photo Credit: Brian DelumpaIn die Texte des Schredder-Trios fließen Sujets aus den Themenbereichen Wissenschaft, Weltraum, Armageddon, Krankheiten, Qualen im Hyperraum, den Unzulänglichkeiten der Spezies Mensch oder wie auch immer gearteter Invasionen von Aliens ein. Die progressive Chaos-Chimäre, deren Artwork erneut und unverkennbar aus der Feder von Mark Cooper stammt, wurde von Lucas Mann himself in seinen Mann Studios aufgenommen. Hier spielte Joel Omans auch seine Gitarrensequenzen ein. Die Drums hingegen wurden von Gastschlagwerker "Lord Marco" (BRAIN DRILL; sitzt auch seit 2013 u.a. bei SIX FEET UNDER hinter der Schießbude) mit 16 akustischen Mikrofonen in seiner Garage aufgenommen und Mark Lewis nahm sich Ian Bearers Vocalparts, sowie Mix und Mastering in den Audiohammer Studios an. Gidim, der archaische Geist kam, sah und siegte: Saturniten aller Länder vereinigt euch! Die Alieninvasion und damit auch die fortschreitende Enteignung der Menschheit haben begonnen!!!

 

(Janko)

www.facebook.de/ringsofsaturnband

 

Drei Videos fromm auta speeß:

Pustules:
https://www.youtube.com/watch?v=-1Dxndo4pjg
 
The Husk:
https://www.youtube.com/watch?v=F87MWt-1X1w
 
Mental Prolapse:
https://www.youtube.com/watch?v=ZDK7Q9iwD3I


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