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ABORTED - La Grande MascaradeABORTED - La Grande Mascarade
(Century Media)

Nach insgesamt zehn full-length Alben, diversen Demos, Splits und mehreren EPs haben die belgisch/US-amerikanisch/italienischen Totengräber ABORTED, die sich im Jahre 1995 zu einer räudigen Brutal Death Metal Horde zusammenrotteten, eine neue 3-Track EP namens "La Grande Mascarade" im Gepäck. Die Jungs boxen sich darauf dermaßen morbide durch die Gehörgänge, dass es eine helle Freude ist. Immer wieder baut das Extrem Metal Five-Piece diverse anspruchsvolle Grindcore-, Hardcore- und Deathcore-Versatzstücke in seine klangtechnische Fülle ein, sodass die 3-Track Zentrifuge "La Grande Mascarade" auch nach etlichen, direkt aufeinanderfolgenden Durchgängen nicht langweilig zu werden droht. Mit anderen Worten: ABORTED springen dir aggressiv wie eine tollwütige Bestie mit ihren spikebewährten Stiefeln mitten ins Gesicht!

 

Den brutal schnellen Antritt bereitet, nach einem kurzen gesprochenen Intro, das disharmonische, dramatisch bis alarmierende Blitzlichtgewitter "Gloom and the Art of Tribulation". Ein brillantes Technical Monster von einem grobschlächtigen Death Metal Brett, über das Sänger Svencho sagt: "Genießt dieses kleine Gedicht über Blumen, undichte Arschlöcher und die Emanzipation meiner eingewachsenen Zehennägel!" Hier stimmt einfach alles: Härtegrad, Schnelligkeit, Intensität und Einfallsreichtum. Das krakenarmige Highspeedgeballer und die groove-untermalten stomping Beats von Schlagwerker Ken "Hymen Blaster" Bedene, der seit 2010 bei ABORTED auf die Felle drischt, tun hierbei ihr Übriges. ABORTEDAber auch die bösefiesen, tiefdunklen,  gutturalen Vokills von Sven (Svencho) "Gurgloroth" de Caluwé oder auch das wilde, Aggro-Gekreisch sind schon der Burner. Hinzu kommen noch die kongenial sägenden und sich immer weiter zuspitzenden Gitarrenläufe von Ian "Flesh Upon The Wire" Jekelis, sowie Harrison "Melodorious Prophet" Patuto. Morbide, geisteskrank und nicht minder durchgeföhnt geht es mit "Serpent of Depravity" weiter. Ein wuchtig bis brachiales technisches Meisterwerk, dessen impulsive, alles in Grund und Boden stampfende Rhythmen dazu taugen jegliche Trommelfelle einreißen. Auch "Funereal Malediction" reiht sich gnadenlos in diesen Brutal Death Metal Reign ein und glänzt durch enorm schnelles Drumming, Crossrhythmik, derbe Gesangspassagen und endfett bratende Griffbretter. Doch trotz manch doomiger oder melodischer Einschübe in Form starker Leads, geht es kaum noch wüster, fulminanter und brachialer. Obschon ich eigentlich kein Freund von EPs oder Minialben bin, muss ich unverhohlen zugeben: Die 11:49 Minuten gehen ab wie Mücke, entwickeln einen gewaltigen Drive und eine endfett ballernde, bitterböse Dynamik.

 

Das Drei-Länder-Konglomerat, welches vor über zwanzig Jahren in Beveren/Flandern gegründet wurde, sorgt mit seinem Brutal Death Metal Inferno "La Grande Mascarade" für reichlich Wirbel und facettenreiche Abwechslung in den Sektoren Tod, Blut, Eingeweide, Mord, Gewalt und Psychopathie. Der extreme Brutal Combat Death Metal ist bisweilen sogar spacig-sphärisch ausgelegt und geht bei all der Härte und Aufgeregtheit trotzdem noch immer verdammt gut ins Ohr. Der brachiale Soundwust geht grob in Richtung SKINLESS, DYING FETUS, SUFFOCATION oder BENIGHTED. Wer auf Brutal Death Metal steht, kommt an ABORTED aber ohnehin unmöglich vorbei, denn auch "La Grande Mascarade", das soundtechnisch mal wieder im Kohlekeller von Kristian "Kohle" Kohlmannslehner feinjustiert wurde, ist einmal mehr ein bockstarkes und massereiches Gemetzel!


(Janko)

https://goremageddon.be/
https://www.facebook.com/Abortedofficial

 

 

Lasst euch audiovisuell die Gehörgänge frei blasen und die Augen ausstechen:

Gloom and the Art of Tribulation:

https://youtu.be/ISQzPRmvHQI?t=4

 

Serpent of Depravity:

https://youtu.be/C6JGplQ6aNo


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