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SuddenDeath-AllOrNothing.jpgSudden Death – All Or Nothing- Ultimate Edition

Golden Core /ZYX Music

 

Hier hat Kollege Neudi wieder ordentliche Basisarbeit geleistet, als er diesen Re-Release der Berliner SUDDEN DEATH angegangen ist. Die einzige offizielle Veröffentlichung war die `87 LP „All Or Nothing“, welche eigentlich in Eigenregie veröffentlicht wurde. Während der Recherche sind allerdings hier und da noch weitere Tracks aufgetaucht. Zum Beispiel ein Livetrack von einer Veranstaltung zum Bundesrockpreis oder drei unveröffentlichte Demotracks, welche die Frau des verstorbenen Gitarristen Frank Barz noch gefunden hatte. Zusätzlich wurde noch ein Tape mit drei Songs der Nachfolgeband Wolfpack gefunden, bei denen Drummer und Basser von SUDDEN DEATH aktiv waren. Hier haben wirklich einige schöne Zufälle mitgespielt, die diesen Re-Release zu einem kleinen Schmankerl für Trüffelsucher machen.

Zur Musik auf dieser „Ultimate Edition“. SUDDEN DEATH spielten schnörkellosen Heavy Metal, den man gut mit frühen Accept oder Saxon vergleichen kann. Die Aufnahmen der SUDDEN DEATH Tracks wurden im renommierten Music Lab unter der Regie von Harris Johns durchgeführt und erinnern mich etwas Accepts „Breaker“. Die Vocals von Bassist Arno Schamberg haben auch dieses kratzige Dirkschneider Timbre, sind aber etwas tiefer. Die Songs gehen gut ins Ohr und wären zu ihrer Zeit eigentlich zwischen allen deutschen Gama Veröffentlichungen gut aufgehoben gewesen. Die Lyrics haben einige herrlich naive Passagen, die einen heutzutage schmunzeln lassen, hat man aber zu ihrer Zeit durchaus abgefeiert. Zudem sind sie nicht nur ordentlich produziert, sondern auch tight eingespielt, wie die Liveversion von „Loaded Brain“ eindrucksvoll zeigt. Die Stärken von SUDDEN DEATH lagen durchaus in den langsameren Songs. „Loaded Brain“ oder „Nightrider“ grooven herrlich stoisch vor sich hin und sind bestens zum Fistraisen geeignet. Die drei Songs des WOLFPACK Demos haben ebenfalls einen ganz ordentlichen Sound und sind etwas flotter und melodischer ausgerichtet. Vor allem die Vocals sind wirklich gut und erinnern im Song „Confusion of War“ durchaus etwas an Gravestone.

Unterm Strich ein würdiger Re-Release und ein schönes Zeitdokument der 80er aus der Berliner Szene.

 

(Schnuller)

 

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