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Harakiri for the sky - Maere

(Art of propaganda)

 

Doppelalben im Extrem-Metal-Bereich sind meist keine gute Idee, da sich entweder zwangsläufig Längen ergeben oder die Intensität nicht aufrecht erhalten werden kann. Die Harakiris sind in ihrer spielerischen Anlage nicht ganz so extrem, so dass sich die fast 85 Minuten gut hören lassen, Abnutzungserscheinungen stellen sich aber zumindest beim ohnehin nur latent spannenden, kaum Stimmfarbe aufweisenden Gröhlgesang ein. 

 

Gastbeiträge von Neige und dem namenlos bleibenden Gaerea-Vokalisten sorgen immerhin für etwas Varianz. Instrumental schafft Hauptsongwriter MS es, die überwiegend langen Stücke abwechslungsreich zu gestalten. Bittersüße Melodien, schrammeliges Midtempo und schnelles Post Black Metal-Drumming halten sich in etwa die Waage, stellenweise wird auch mal gedoomt oder die Verzerrung runtergefahren, so dass hier im Großen und Ganzen keine Langeweile aufkommt. Wirkliche Begeisterung allerdings auch nur selten.

 

Sicher, die sehr feinsinnige Gitarrenarbeit bringt ein ums andere Mal wirklich schöne Momente hervor, dagegen wirkt das Drumming von Leihtrommler Krimh (Septicflesh, Devin Townsend, früher Decapitated) nach einer Weile speziell in den Blastbeats recht formelhaft und über den Gesang und seine Auswirkungen auf die Rezeption dieser fast 85 Minuten hatte ich ja schon gesprochen. Beileibe kein schlechtes Album, aber hier wäre weniger definitiv mehr gewesen.

 

(Chris)

 

https://www.facebook.com/HarakiriForTheSky


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