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CORROSIVE - EdCORROSIVE - Ed
(Kernkraftritter Records)

Aus der Universitätsstadt Marburg stammen CORROSIVE. Die Brutal Technical Old School Deather haben, mit ihrem kurz und bündig "Ed" betitelten neuen Album, ihr viertes Vollwerk an den Start gebracht. CORROSIVE sind nicht die ersten und werden auch nicht die letzten sein, die dem 1906 in La Crosse, Wisconsin geborenen Mörder, Grab- und Leichenschänder Ed Gein (Edward Theodore Gein) huldigen, der Nasen, weibliche Geschlechtsorgane, Masken aus Gesichtshaut und Schalen aus menschlichen Schädeln sammelte. So befassen sich die ersten vier, komplett neuen Tracks (The "Ed" Story), die im Januar und Februar des Jahres 2020 in den Becker Studios zu Marburg/Gießen aufgenommen wurden, mit den unterschiedlichen Facetten und Gesichtspunkten des geistesgestörten, 1984 im "Central State Hospital for the Insane", in Waupun, Wisconsin an Krebs verstorbenen Mörders und Leichenschänders Ed Gein. Die weiteren vier Songs, die den 1998er "War and Carcass"-Demotapes entstammen, wurden zwar überarbeitet, gekürzt und neu eingespielt, aber rifftechnisch nicht verändert. CORROSIVE haben es mit "Ed" endlich geschafft, die akustische Essenz von Bosheit, Hass und Gewalt einzufangen, um den wahren Geist des Kranken in musikalische Extreme zu führen.

 

Der wuchtig und roh gezockte Todesmörtel der Hessen glänzt unter anderem durch die rohe, kraftvolle, grobschlächtige und düstere Growl-, Grunt- und Grumble-Performance von Frontbrüllwürfel Andy Konnerth. Die 1995 gegründete Death Combo zeugt auf "Ed" erstmals deutlich von Spielwitz, Know-how und einem feinen Gespür für derbes Riffing. So punkten COROSSIVE gegenüber der letzten von mir besprochenen EP "Killing Room" (aus dem Jahr 2016) mit den interessant umgesetzten und direkt zündenden Gitarrenläufen von Stephan und Jona Becker. CORROSIVE Da sticht das starke Tremolo-Riff-Looping bei "My Abomination", in dem sich der tief guttural und bösartig agierende Andy Konnerth und CRITICAL MESS Fronterin Britta Görtz die Klinke in die Hand geben, ganz besonders heraus. Man bemerkt eine fundamentale Steigerung im Umgang mit den jeweiligen Instrumenten und auch in der ansprechenden Gesangstechnik. Gerade die exzellenten und punktgenauen Einsätze von Timo Claas` vielschichtig über die Felle gejagten Drumfiguren, lassen die Herzfrequenzen in schwindelerregende Höhen schnellen.

 

Sind die ersten vier Tracks noch straight forward und derbe drückend produziert, wird bei den vier anschließenden "War and Carcass"-Tracks, soundtechnisch ein wenig an Druck herausgenommen. Die Songs sind im Allgemeinen melodischer, thrashiger und etwas simpler gehalten, jedoch nicht minder effektiv. CORROSIVE gehen auf "Ed" nämlich durchgehend offensiv zu Werke und klingen auf dem massiv ins Fressbrett ballernden "Souldecay" schon mal ein wenig nach unseren polnischen Nachbarn VADER. Überwiegend in den höheren Bereichen der Geschwindigkeitsskala angesiedelt, begibt sich das German Fivepiece lediglich in den Refrains und den Zwischenspielen in gediegenere Gefilde und wird dabei sogar regelrecht Groovy. Das wird ab dem Mittelteil zum Death Metal Stampfer "Hunting Season" überdeutlich, der jedoch zu keinem Zeitpunkt sein anvisiertes Ziel aus den Augen verliert. Diese konträr gehaltene, explosive Mischung der amerikanischen und europäischen Schule, besitzt eine enorme Durchschlagskraft, die CORROSIVE wirklich blendend zu Gesichte steht. Die acht Tracks, die "Ed" in 35:41 Minuten für sein Auditorium bereithält, bemächtigen sich eines gesunden Levels an Brutalität, wie auch an Geschwindigkeit und sind ein wahrer Höllenritt durch eine morbide, brutale und geistesgestörte Gedankenwelt. Das passende, schonungslose Artwork stammt im Übrigen von Rudi Gorgingsuicide Art Yanto.


(Janko)

https://www.facebook.com/corrosiveband/

 

 

Welcome to The Ed Gein Fanclub:

For the Dead:

https://youtu.be/oF6agBBZV-k

 

My Abomination:

https://youtu.be/7Q7KzoqbXuQ


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