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SDI_Mistreated.jpgS.D.I. – Mistreated (Re-Release)

MDD

 

Mit ihrem dritten Album „Mistreated“ versuchten S.D.I. etwas mehr Abwechslung in die Songs zu bringen. Die Band legte mehr Wert in die Arrangements und man betätigte durchaus öfter mal die Bremse, anstatt fast durchgehend den Bleifuß zu benutzen. Vielleicht auch ein Verdienst des neuen Gitarristen Rainer Rage, der Frank Tiesing ersetzte und dessen Gitarrenarbeit das Songmaterial wesentlich abwechslungsreicher gestaltete. Grundsätzlich blieb sich die Band mit viel Speed und Doublebass aber treu, lediglich mit einem etwas ernsteren Anstrich. Das ist auch der kleine Haken an „Mistreated“. Das kompromisslose, ohne Schnörkel nach vorne gespielte Speed-Geballer von „Sign Of The Wicked“ konnte natürlich kein zweites Mal reproduziert werden. Der Opener „The Deal“ geht zwar gleich in die Vollen, ist mit über 6-Minuten und vielen Breaks aber natürlich nicht das, was man von S.D.I. erwartet hat. Die knackigen kurzen Speed-Nummern gibt es dann aber mit „Violence“ und dem melodischen „Never“ natürlich auch. Mit „We Want More“ hatte man eine gelungene, langsame Nummer am Start, während sich das restliche Material souverän dazwischen postiert und immer mal mit einem guten Referain punkten kann, wie im abschließenden Titelsong. Natürlich wurde die Neuauflage noch etwas aufgemotzt. Mit „I don’t Mind“ und „In The Ass“ spendierte die Band zwei Neuaufnahmen bisher unveröffentlichter Songs und drei weitere Aufnahmen aus den Jahren 1989-1992 („Looking Good“, „Mad World“, „SDI“) runden die CD ab. Nachdem das Album bei mir ewig nicht gelaufen ist, war ich überrascht, wie gut es gealtert ist. Da S.D.I. auch in Sachen Produktion immer ein gutes Händchen hatten, ist „Mistreated“ ein Album, das gerne mal wieder im Player landen kann.

 

(Schnuller)

 

https://www.sdi-metal.com/

 

 


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