Axel Rudi Pell – Rise Symbol
(Steamhammer/SPV)

 

Dass sich bei Axel Rudi Pell die Unterschiede nur im feinen Detail abspielen, wenn man die Diskographie der letzten 20 Jahre nimmt, dürfte ja bekannt sein. Die Frage ist, wohin schwenkt das Ganze und trifft es den persönlichen Geschmack. Und in dieser Konstellation tut es das aber durchaus. Die (unsägliche) Hammond Orgel, die eh schon in den Hintergrund rückte, ist gänzlich verschwunden, dafür hat der Gesamtsound mehr Bas bzw. mehr wumps und gerade beim ersten Song nach dem Intro „Forever Strong“ ballert die Scheibe ungewöhnlich hart. Der Blondscheid aus Wattenschopf aber möchte sein Stammpublikum nicht gänzlich vor den Kopf stoßen und so folgt mit „Guardian Angel“ eine typische ARP Nummer, wie sie typischer nicht sein könnte und Sänger Johnny, der sowieso sein Fach versteht, singt die Nummer gekonnt so, als habe man sie durchaus schon in anderen Varianten gehört. Macht aber weiter nichts, das ist eben das was der Fan liebt und erwartet. Danach, auch nicht ungewöhnlich, aber immer wieder gern gehört, eine Covernummer. Diesmal der wohlbekannte „Immigrant Song“ und gewohnt souverän in Szene gesetzt. Auch hier versteht es der Gitarrenmeister jedes Mal, sowohl dem Original zu huldigen als auch den eigenen Stempel aufzudrücken. Die epische Überlänge gibt’s mit „Ankhaia“ und die Ballade, die nicht ganz so zart ausgefallen ist, nennt sich „Crying In Pain“. Der vorletzte Track „Right On Track“ hat dann auf jeden Fall den geilsten Refrain des Albums, gerne in Zukunft mehr davon. Mega melodischer Gesang der live bestimmt auch geil rüberkommt.
So bleibt zu sagen, fast alles beim Alten, außer dass der Alte uns diesmal einen fetteren, härteren Sound präsentiert, was der Band äußerst gut steht, bleiben doch die gewohnten Trademarks dennoch erhalten.

 

(Röbin)

 

https://www.axel-rudi-pell.de/

 


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