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BELPHEGOR - The DevilsBELPHEGOR - The Devils
(Nuclear Blast)

 

Let`s welcome "The Devils"! Die österreichischen blackend Death Metaller BELPHEGOR, die von 1991 bis 1992 unter dem Monicker BETRAYER in Erscheinung traten, haben mit "The Devils" ihr zwölftes Meisterwerk am Start. Und wenn ich von einem Meisterwerk spreche, dann ist das fast schon eine Untertreibung, denn kaum eine Band schafft es, eine derart teuflische, schwarzbeseelte und bedrohliche Kulisse innerhalb ihrer intensiven und sinistren Performance aufwallen zu lassen. Das infernale Duo weiß nämlich ganz genau, wie man wuchtige und authentisch progressive Kompositionen mit Spannung, Dramaturgie und Leben füllt. Produziert, gemixt und gemastert wurde BELPHEGOR 12.0, das ursprünglich am 24.06.2022 zur Veröffentlichung anstand, aber aufgrund von Produktionsproblemen bei den Gatefold-Hüllen der LP und Lieferengpässe beim Vinylcarbonat immer wieder nach hinten und letztendlich auf den 29.07.2022 verschoben wurde, von Jens Bogren in dessen Fascination Street Studios im südschwedischen Örebro. Die Aufnahmen der Riffkellen, sowie des Gesangs wurden erneut von Jakob Klingsbigl im Studio Mischmaschine Oberalm, Österreich vorgenommen. Lediglich das Engineering der Drums wurde in die Hände von David Castillo im Stockholmer Ableger der Fascination Street Studios gelegt.

 

Bestialisch, druckvoll und bassbetont gehen die Teufel aus Salzburg innerhalb der Gesamtspielzeit von 42:25 Minuten zu Werke. Doomige Nuancen halten Einzug in neun Tracks, die gerne in halbakustische oder symphonische Passagen abdriften. Schneller wird es nur gelegentlich einmal, wie beim rasanten und turbulenten zweiten Song "Totentanz - Dance Macabre", aber gerade in diesen langsameren, bis mittelschnellen Tempi, mit ihren hart angerissenen, downtuned Badass Bonesaws, kommen BELPHEGORs dogmatische Qualitäten so richtig zur Geltung. Die hintergründigen Blastsalven dienen in solchen Momenten eher als Mittel zum Zweck und unterstreichen die Virtuosität der modern ausgelegten 90ies Black/Death Übermacht. Foto: CartismanduaHelmuths bestialischer Gesang, der hier und da schon mal Gefrierbrand hinterlässt, wankt zwischen ketzerischem Gekeife, grobschlächtigem Gezeter und einem düsteren Todesgrollen. Der turbulente Ritt durchs Fegefeuer ergeht sich dabei kein einziges Mal in Albernheiten oder Kitsch. Impulsives Drumming, dieses Mal von David Diepold (u. a. OBSCURA), ist beim "Totenritual"-Nachfolger "The Devils" ebenso an der Tagesordnung, wie kreative Soli oder atmosphärisches Gitarrenspiel im Tremolo. Die vorwiegend disharmonischen Kompositionen, unterstützt von Serpenths voluminöser, fünfsaitiger Bassaxt, sind teilweise in orientalisch anmutende Gewänder gehüllt, die im weiteren Verlauf der jeweiligen Tracks allerdings recht schnell wieder abgelegt werden. Die unheilige Allianz ist alles in allem einen guten Tacken weniger aggressiv, dafür aber noch vielschichtiger unterwegs, als noch auf dem 2017er Vorgängeralbum.


BELPHEGOR glänzen einmal mehr mit einer äußerst abwechslungsreichen Songauswahl. Mit ihren hin und wieder eingeflochtenen Samples, Synthsoundlayers und den choralen Gesängen weisen die Propheten des Untergangs einen leichten Hang zum teuflisch Bombastischen auf. Ihre Huldigung des Gehörnten, die sich in Fantasien über Betrug, Verschwörung, Gewalt, Satanismus, Blasphemie und Nihilismus ergeht, wird überwiegend in englischer Sprache vorgetragen. Sie beinhaltet aber sowohl deutsche als auch lateinische Textfragmente und versprüht einen gewissen Ritual-Charakter. Den Schlussakkord zu "The Devils", dessen Cover abermals vom griechischen Künstler und gleichzeitigem SEPTICFLESH Sänger und Bassisten Seth Siro Anton stammt, setzt das derbe "Blackest Sabbath 1997", welches ein gelungenes Medley aus "Blackest Ecstas" und "Blutsabbath" von BELPHEGORs 1997er "Blutsabbath"-Album darstellt. Selbiges ist in der normalen CD-Version allerdings nicht erhältlich.


(Janko)

https://www.belphegor.at/

https://www.facebook.com/belphegor

https://www.instagram.com/belphegor_official/

 

 

Checkt "The Devils" audiovisuelles Vermächtnis:

Totentanz - Dance Macabre:

https://youtu.be/D2TiD-31ags

 

Virtus Asinaria - Prayer:

https://youtu.be/ZVWuutfWY8M

 

Blackest Sabbath 1997:

https://youtu.be/q8J2JlwmkSo


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