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Beim Totentanz werden immer wieder gerne Undeground Bands gefeatured, sei es im Printheft in der "4 Aces" Rubrik oder hier auf unserer Page! Die Deutschen Can Calyx machen Stoner/Doom/Thrash/Core und haben gerade ihre zweite selbst produzierte CD "Dire Howl of Discordia" rausgehauen. Ein feines Teil das man gerne weiter empfiehlt. Im Folgenden könnt ihr ein Interview mit den Musikern The Lord of Thrash (Voice), Stiller (Bass) und Dan (Guitar) nachlesen...

 

Erzähl doch bitte Anfangs mal wer ihr seid und warum und woher und so. Viele Leser werden bestimmt das erste Mal mit dem Namen Can Calyx konfrontiert…

 

Damit hast du sicher Recht, obwohl wir schon 2011 in Halberstadt im Vorharz zusammenfanden und 2014 mit unserem ersten Demo den Schritt an die Öffentlichkeit wagten. Wir sind die Gitarristen Dän und Stef, Stiller am Bass, Drummer Ian und der Lord of Thrash am Mikro. Als CAN CALYX  vereinen wir unsere verschiedenen musikalischen Vorlieben zu einem Sound, den wir Heavy Doom Thrash nennen. Der Philosophie aus  Stephen Kings Romanzyklus  „The Dark Tower“ folgend verstehen wir uns als ka-tet - „one made from many“.

 

Apropos Namen – wie kommt man auf Can Calyx und was bedeutet das?

 

Wir sind mit dem literarischen Werk Stephen Kings kultiviert worden, ganz besonders hat es uns dabei der „Dark Tower“-Zyklus angetan, der uns zu einigen Lyrics und dem Bandnamen inspirierte. Der Mythos um den dunklen Turm durchzieht das ganze Bandgeschehen und der aufmerksame Hörer wird viele Verweise auf Kings Epos entdecken.

 

 

Habt ihr mit eurer ersten Demo CD „The Journey begins“ schon bisserl was reißen können?

 

Das erste Demo – komplett selbst im Proberaum eingespielt & von uns gemixt – sollte nicht mehr und nicht weniger als ein erstes, rohes Tondokument für unsere Fans sein. Darüber hinaus eröffnete es uns Auftrittsmöglichkeiten und wir konnten die kleine Auflage restlos unter das Volk bringen. Inzwischen haben sich die Songs des ersten Demos im Laufe von Proben und Liveauftritten weiterentwickelt und sind gerade durch die Erweiterung um eine zweite Gitarre gereift.

 

Hat ja eine Weile gedauert bis zum Nachfolger „Dire Howl of Discordia“, lag das an Zeitproblemen oder eher am Budget?

 

Ich glaube, wir machen unserem Ruf als langsamste Doom-Thrash-Band alle Ehre. In Wirklichkeit wollten wir nach dem komplett in DIY-Manier produzierten ersten Demo wohl einmal alles richtig machen, beginnend mit professionellen Aufnahmen übers Mixing und Mastering bis hin zum Artwork/Layout. Das alles hat sehr viel Zeit und Nerven in Anspruch genommen, da jeder von uns natürlich noch einer geregelten Arbeit nachgeht.

                              Can Calyx – Dire Howl of Discordia

Erzähl mal bitte von der neuen EP – wann wo aufgenommen, Texte, Bedeutung Titel, etc!

 

Für „Dire Howl of Discordia“ haben wir Anfang 2019 das Waxmood Studio Leipzig aufgesucht und dort die Instrumente innerhalb eines Wochenendes live eingespielt. Andre Rauch verschaffte unseren Songs ein druckvolles Fundament, auf dem wir im Proberaum aufbauen,  Vocals und Overdubs ergänzen und dabei frei von Zeitdruck experimentieren  konnten.

Unsere Lyrics sind von Horrorliteratur und -filmen sowie religiösen und religionskritischen Texten inspiriert, aber auch die Realität tritt allzu oft als blutbefleckte Muse in Erscheinung. Von besonderer Wichtigkeit ist für uns Stephen Kings „Dark Tower“-Saga,  was sich mal in direkter Bezugnahme auf das Werk äußert, mal nur durch die Wortwahl in ansonsten eigenständigen Texten zum Vorschein kommt. Auch der Titel der EP ist ein Verweis auf die Romane.

 

Ihr habt ein gelungenes Artwork am Start…

 

Wir haben lange Zeit nach einem passenden Artwork gesucht und haben dann letztendlich bei Chatterskull Art zugeschlagen. Das Design zieht sich über die ganze Außenseite des Digipaks. Nach innen hin haben wir bewusst einen starken Kontrast gesetzt. Die dort gezeigten Fotos stammen von Andreas Güttel, der uns auf einigen Konzerten schon mit seiner ganz eigenen Technik abgelichtet hat. Man darf an dieser Stelle auch einmal anmerken, dass hinter dem Design und der Umsetzung kein großes Grafikbüro steckt – das haben wir alles in Eigenarbeit erledigt. Und wir denken, dafür ist das Ergebnis, was wir heute in den Händen halten, einfach bombastisch.

 

 

Ich beschreibe euch immer als Stoner Doom Thrash – ist das passend? Wie würdet ihr euch stilistisch einordnen?

 

 

Eine typische Jamsession läuft bei uns in etwa so ab: Drummer Ian steigt mit Blastbeats auf ein Rock'n'Roll-Riff von Stef ein, das Dän aber bald kapert und zu einem Doom-Stampfer umformt, der von Stillers Bassläufen getrieben wird. Dabei wechseln die Vocals vom Lord von hysterischem Screaming zu düsterem Klargesang.  So machen wir Musik.

Als wir uns irgendwann mit der  Aufgabe konfrontiert sahen, dafür eine passende Stilbezeichnung zu finden, entschlossen wir kurzerhand, die Genres des Metal zu nennen, die uns am stärksten prägen: Heavy - Doom - Thrash. Damit war die Sache geklärt und die Probe konnte weitergehen. Mit dieser Herangehensweise haben wir es anscheinend nicht schlecht getroffen, deine Einordnung kommt dem ja sehr nahe.

 

Habt ihr schon viele Gigs gespielt? Momentan geht ja durch Corona grade Garnichts…

 

Wir haben bis jetzt eine gute Handvoll Gigs vor einer harten Fancrowd gespielt. Konzerte sind ganz klar Höhepunkte im Bandleben, leider gibt es hier in der Gegend aber nicht allzu viele Bühnen für härtere Musik. Ab und an schaffen selbst veranstaltete Gigs, die wir mit befreundeten Bands auf die Beine stellen, Abhilfe.
Eines unserer letzten Konzerte spielten wir Ende 2019 im Leipziger Bandhaus zusammen mit MOUNT FUJI, seitdem bereiten wir, mit dem aktuellen Demo im Rücken, neue Live-Massaker vor.

                                       

Was sind eure Fave Bands / Einflüsse?

 

Wir haben alle verschiedene musikalische Hintergründe, die sich über den gesamten härteren Sektor erstrecken.  Von Doom und klassischem Heavy Metal, über Thrash, Death und Black Metal bis hin zu Hardcore, vom tiefsten Underground bis zum Mainstream ist in unseren Plattensammlungen alles vertreten. Entsprechend coverten wir in der Anfangsphase der Band unter anderem Turbonegro, Judas Priest, Six Feet Under, Stillborn, Minor Threat, Tiamat und Motörhead.

 

Seit ihr im Underground gut vernetzt bzw. gibt es in eurem Kreis andere Bands die mit euch befreundet sind?

 

Hier in der Vorharzprovinz ist die Menge an härteren Bands recht überschaubar, aber man kennt sich und mit den Quedlinburgern GHOST COMMAND (Black-Death Metal) und BOMBTHREAT (Old-School Death Metal) aus Aschersleben haben wir schon gemeinsame Gigs gespielt. Desweiteren verbindet uns eine gute Bandfreundschaft mit den hessischen Thrashern von STAGEWAR, mit denen wir schon einige Male die Bühne teilten.

 

Ihr habt nur eine Facebook Page – kommt da noch mehr oder genügt das heutzutage?

 

Damals war Myspace die Seite der Seiten. Dann waren alle bei Facebook. Doch auch da merkst man eine Abwanderung. Klar erreicht man viele Leute über diesen Kanal, doch leider nicht alle. Bei Webseiten muss man heutzutage ja auf einiges Rechtliches achten. Resultierend: Entweder man hat schnell etwas, was viel Geld kostet oder man lässt sich etwas mehr Zeit damit und nutzt die finanziellen Mittel für andere, wichtigere, Dinge. Wir haben uns für das Letztere entschieden und werden zum Release am 29.08.2020 auch eine Webseite unter der bekannten Adresse www.cancalyx.de veröffentlichen.

 

Wie macht das euer Sänger wenn man ihn anruft? Meldet er sich dann als The Lord of Thrash? ;-)

 

Mit unserem Sänger kann man nicht telefonieren. Bei ihm läuft immer so laut Sodom, dass man kein Wort versteht.

 

(Arno)

 


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