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Sortilegia (Can), Sinmara (Ice), Almyrkvi (Ice), Infernal Invocation (D) Ort: Live Music Hall, Mörlenbach

Drohende Schatten presents „Astral Malediction 2017“

Bands: Sortilegia (Can), Sinmara (Ice), Almyrkvi (Ice), Infernal Invocation (D)

Ort: Live Music Hall, Mörlenbach

05.12.2017

                                                           

Wieder einmal zieht es mich in Odens Wald um finsteren Klängen zu lauschen. Mehr und mehr etabliert sich die Live Musik Hall dabei als Place To Be für die schwarzmetallischen Klänge. Das liegt nicht zuletzt am Engagement der Drohenden Schatten, die hier bereits das eine oder andere Knaller-Konzert veranstaltet haben. Nun aber zu den Bands dieses Abends:

 

                                        

 

Infernal Invocation (D) - ein Soundgewirr aus Zorn und Hass empfing mich bereits beim Eintritt in die Live Musik Hall. Sehr tighter wütender BM à la Gorgoroth. Ob auch der Name der Leipziger Mannen durch die großen Brüder aus Norwegen beeinflusst wurde, konnte ich leider nicht herausfinden, ein wenig auf der Hand liegt es aber schon. Besonders beeindruckte mich der Drummer. Wirklich eine super Leistung was E. (so das Pseudonym des Herren hinter der Schießbude) den geneigten Hörern bot. Auch der Rest der Band stand dem in nichts nach und bot einen wirklich überzeugenden Gig und den Wunsch, sie wieder zu sehen.

 

                                       

                  

 

Almyrkvi (Ice) - Die Isländer rissen mich von Minute eins mit in einen Sog aus Atmosphäre und bewiesen eine von mir vor langem aufgestellte Theorie: Dezenter cleaner Gesang bringt oftmals noch mehr Härte als bloßes Gekeife. Dazu eine riesige Hallfahne auf der Stimme und Gitarrenarbeit mit starken Drone-Einflüssen, starken Tendenzen zum Post Black Metal unterbrochen von Pausen mit Ambientsounds. Mit den hinter der Band an die Wand geworfenen Bildern ergab sich einen unglaubliches Spiel aus Licht und Musik, das mich vollends verzauberte. Wahrlich ich sage Euch, in tiefster Finsternis liegt die wahre Schönheit...

 

                            

 

Sinmara (Ice) - abermals ein Hochgenuss schwarzmetallischer Kunst präsentieren die ebenfalls aus Island stammenden und nach einer Gemahlin Surths benannten Sinmara. Auch hier Topmusiker, zumal Bassist und Gitarrist der vorherigen Band Almyrkvi einfach blieben – Island ist zwar groß, aber dünn besiedelt. Da ist es nur normal, wenn sich die Bands gegenseitig aushelfen.  Auch hier ein Tier hinter dem Drum und eine durch die Musik erzeugte Tiefe, die mich schaudern ließ. Dazu die röhrende Stimme des Frontmanns. Die aktuelle EP Within the Weaves of Infinity hat doch für einiges an Furore gesorgt und auch wenn sich die Gemüter spalten, bin ich von der Kunst von Sinmara überzeugt, worin mich der Gig nur noch bestätigt hat.

 

                                    

 

Sortilegia (Can) – den Abschluss eines wirklich herausragenden Konzertabends machte das Duo Sortilegia aus Kanada, genauer aus Toronto. Der ganze Gig lässt sich in der Suggestivfrage eines anderen Konzertteilnehmer bezüglich der Sängerin/Gitarristin beschreiben: „Die ist doch besessen!“ Wo die letzten Bands mit sehr transparentem und verspielten Sound und einer komplexen Songstruktur glänzten, eroberten Koldovstvo (eben jene Besessene) und ihr Schlagzeuger Haereticus mein Herz mit Einfachheit und Intensität der Darbietung. Das Ganze in einer Soundwand, die ebenfalls rau, übersteuernd und jenseits von Gut und Böse, aber eben ganz ganz böse war.

 

Tolle Bandauswahl, tolle Shows. Wirklich eine feine Sache in einer Konzerthalle, die mich mehr und mehr begeistert. Abermals waren Sound und Lightshow herausragend gut und das Publikum - mit teilweise mehrstündiger Anreise - vollauf zufrieden.

 

(Text/Pix: O_v_O)

 


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