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Dust Bolt / Bloodspot - Mannheim, 2019

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Dust Bolt, Bloodspot, Mannheim MS Connexion Complex, 08.03.2019

 

Dumm gelaufen…schon fast auf der Autobahn in Richtung Mannheim, da fiel mir auf, dass ich kein Geld eingesteckt hatte. Also nochMannheim-Bloodspot 2.JPG einmal zurück, eine Menge Zeit verloren und THE PROPHECY 23 deswegen verpasst. Sehr ärgerlich! Laut einigen Freunden haben die Jungs auch gut abgeräumt, nur viel zu laut soll es gewesen sein. Das Connex ist heute mit geschätzt 200 Leuten nicht unbedingt gut gefüllt. Die Anwesenden sind aber 100% Zielpublikum für Thrash Metal und entsprechend ordentlich ist die Stimmung.

 

BLOODSPOT erinnern mit ihren aggressiven Thrash nicht selten an Hatesphere. Die Bühnenpräsenz der Limburger passt entsprechend. Der glatzköpfige Sänger Pete ist eine echte Rampensau und die beiden Gitarristen Howdie und Phil sind exzessiv am Bangen, vor allem letzterer springt und post die ganze Zeit wie ein Wahninniger. Lediglich Basser Flo geht nicht so ganz aus sich raus. Die Jungs ballern ihre Riffsalven beeindruckend tight ins Publikum, so dass sich die Lücken in den vorderen Reihen langsam schließen und nach den Songs immer mehr Pommesgabeln in die Höhe erheben. Ein Kumpel von mir kannte BLOODSPOT noch gar nicht und ist völlig begeistert, einem anderen war es etwas zu wenig Abwechslung. Das kann ich so nicht unterschreiben. Der Aggro-Level ist zwar durchgehend hoch, aber das fies schleppende „Volcanoes“ und das walzende „Public Porn“ sorgen deutlich für Abwechslung. Eine erstklassige Vorstellung, mit der Option für höhere Weihen…

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DUST BOLT haben mit ihrem vierten Album „Trapped In Chaos“ tatsächlich in die deutschen Albumcharts geschafft (Platz 96). Gratulation an dieser Stelle! Verdient haben es sich die vier Kumpels aus Landsberg allemal, was heute Abend ansehnlich unter Beweis gestellt wird. Die vermutlich langhaarigste Thrash Band Deutschlands legt mit „Fourth Strike“ und „Dead Inside“ vom aktuellen Album entsprechend los. Auf der Bühne ist, passend zum aktuellen Albumtitel, kontrolliertes Chaos angesagt. Basser Bene wirbelt in einer Tour über die Bühne, absoluter Blickfang ist allerdings Sänger Lenny, der trotz Doppelbelastung Gesang und (Lead-)Gitarre keine Minute ruhig steht. Das gilt auch für das Publikum, dass keine Zweifel daran lässt, wer heute Abend der Headliner ist. Schon während des ersten Songs bildet sich ein Moshpit, ohne das Sänger Lenny das Publikum dazu animieren Mannheim-DutBolt 2.JPGmuss. Das wiederholt sich auch während der locker 80 Minuten noch etliche Male. Mit „Rhythm to My Madness“  zückt man zum Ende des offiziellen Teils eine ordentliche Thrash-Granate. Den Zugabeblock bildet die emotionale, fantastisch dargebotene, Halbballade „Another Day In Hell“, bevor das höllisch schnelle „Agent Thrash“ die letzten Reserven der Zuschauer einfordert. Schön das Mannheim mittlerweile wieder zwei Locations für Konzerte dieser Art hat, hoffen wir das es  noch eine Weile so bleibt.

 

(Schnuller)

 

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