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partysan 2022

                                                             

Mittwoch, 10.08.2022

Marc: Nach zwei unendlich kräftezehrenden Jahren, in denen man daheim versauert ist, in denen man Musik überwiegend nur aus der Dose und nicht Live und in Farbe erleben konnte, war es endlich an der Zeit wieder die Sachen zu packen und den Flugplatz Obermehler in Schlotheim anzusteuern.

Und da war er wieder, der Mittwoch, auf den ich zwei Jahre hin gefiebert habe, mit der Angst im Nacken, dass es doch noch kurz vor knapp abgesagt und erneut um ein Jahr verschoben wird. Die Vorfreude war dementsprechend groß und steigerte sich bis zur Abfahrt in Darmstadt ins unermessliche. 3 Stunden Autofahrt später wurden wir dann auch wieder von dem altbekannten „HELL IS HERE“ Banner begrüßt der das Festival Wochenende dann noch so richtig einläutete.

Auf unserem reservierten Camp Ground schnell den Pavillon und die Zelte aufgebaut, herzlichst alte Freunde und Bekannte begrüßt, die man während der Pandemie nicht sehen konnte und dann ging es auch schon auf die obligatorische Metal Disco im Party Zelt. Hier wurde dann in Form von kalten Cuba-Libre mehrmals Cuba befreit und irgendwann war dann auch für mich die Berichterstattung von diesem Abend zu Ende.

high spirits

Donnerstag, 11.08.2022

Marc: Der Wetterbericht versprach 30°C und klaren Himmel und er lieferte auch leider genau das angekündigte Wetter. Es war heiß! Los ging es mit BIRDFLESH,die teils groovigen Grind spielten und der Klobürsten und Pömpelfraktion ordentlich eingeheizt haben. Anschließend spielten REVEL IN FLESH,die eine solide Performance abgeliefert und der hungrigen Meute noch weiter eingeheizt haben. Die verhüllten Jungs von GAEREAmit ihrem tiefschwarzen Black Metal hätten eher zur späten Abendstunde spielen müssen, waren sie meiner Meinung nach als dritte Band in der prallen Sonne etwas falsch aufgehoben.

Eik: Nach der obligatorischen Begrüßungszeremonie unter alten Freunden wurde es auch für mich Zeit, das Festivalgelände zu betreten. Es war schon ein besonderes Gefühl nach dieser langen Zeit die Arena zu betreten. Und ja – was soll ich sagen? Feels like coming home. Instinktiv bewegte sich mein noch eingerosteter Kadaver zu dem Bierstand im Zelt. Die Bierpreise waren fair und das Köstritzer Schwarz köstlich. Pünktlich zu HIGH SPIRITS stand ich vor der Bühne und wusste nicht was mich erwartet. Die 5 US-Amerikaner aus Chicago, alle gekleidet in weiße Hosen, spielten einen Mix aus „New Wave Of British Heavy Metal“ und Hard Rock. Einige Fans hatten Spaß daran, meins war es eher nicht. So ging es erstmal weiter die Stände begutachten und dass ein oder andere Bier mit alten Bekannten zu trinken.

Marc: Zu SECRETS OF THE MOON musste ich meinen Durst löschen und kann nichts über deren Auftritt berichten. Zu EXHORDER ging es wieder vor die Bühne. Kannte ich die Band nur von ihrer letzten Platte (Mourn the Southern Skies) war ich umso gespannter auf den Auftritt und wurde nicht enttäuscht. Es war ein mordsmäßiger Auftritt, den die vier Männer aus NoLa hingelegt haben. Hätte ewig so weitergehen können. Danach war für mich erstmal wieder etwas entspannen angesagt, ein bisschen was essen, ein bisschen was trinken, bis es dann zwei Stunden später zu meinem ersten Tent-Stage Konzert für dieses Jahr ging.

Eik: Nach längerer Abwesenheit als eigentlich geplant ging es wieder vor die Bühne. ALCEST waren an der Reihe. Spielten die Franzosen um Frontmann Neige in ihrer Anfangsphase noch Black Metal, so kann man ihren musikalischen Mix jetzt eher als exhorderPostrock/Shoegaze mit vereinzelten Black Metal Elementen bezeichnen. Damit waren ALCEST, genau wie 2013, eher die Exoten auf der Running Order.  Mir gefiel der Auftritt! Die Franzosen erschufen eine fantastische Atmosphäre die zusätzlich durch den Blutmond über dem Party.San-Merch Zelt untermalt wurde. Laut eingefleischter Fans, zu denen ich mich bis dato nicht zähle, war die Songauswahl der Band auch wirklich gut.

Marc: CARNATION aus Belgien hatten mit ihrem Oldschool Death Metal gerufen und haben dermaßen abgeliefert, dass die feierwütige Gemeinde ordentlich Staub aufgewirbelt hat. Ich war sehr begeistert und hätte mir noch die eine oder andere Zugabe gewünscht.

Eik: Der Abend steuerte auf das große Finale zu. Als vorletzte Band stand MAYHEM auf der Bühne. Früher als Götter des Black Metal verehrt, sind sie heute nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nach diesem dünnen Gig mit Zeitreise durch die Bandgeschichte frage ich mich, warum die Norweger überhaupt noch auftreten. Viele Fans waren sichtlich enttäuscht. 

Marc: Zu guter Letzt waren CANNIBAL CORPSE auf meiner Liste der Bands, die ich sehen wollte an diesem Tag. Vielleicht war ich auch noch zu sehr gefickt von CARNATION, aber es kam irgendwie nicht die rechte Stimmung bei den Jungs aus Ami Land auf. Solide abgelieferte Show in meinen Augen aber irgendwie hatten ich und einige andere das Gefühl da passt was Intern bei denen nicht. Für mich war danach Feierabend auf dem Festival Gelände -  für uns ging es nochmal kurz am Camp Ground weiter und dann in die Falle, weil der Freitag ein volles Programm im Gepäck hatte.

Ergänzung zu CANNIBAL CORPSE, Eik: Wie kann einer der anstrengendsten Tage des Jahres noch härter enden? Richtig, mit dem Corpse Grinder Ballett. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, das war eine solide Show. Mit einer Spielzeit von über einer cannibal corpseStunde wird aber auch ein geiles Set der Death Metal Maschinerie anstrengend – oder man wird alt. Beides möglich! Frontmann Corpse Grinder war sichtlich gut drauf und die Herren haben eine fette, erbarmungslose Show abgeliefert. Zusätzliche Pluspunkte gibt es für unsere US-amerikanischen Vorzeigefeministen, welche sich auch besorgt nach der Frauenquote im Publikum erkundigt haben. Zu Ehren der weiblichen Fans gab es dann auch ein besonderes Ständchen. Härter hätte der Tag jedenfalls nicht enden können. Die brütende Hitze tagsüber forderte ihren Tribut – das Party-Zelt fiel für mich aus.

 

Freitag, 12.08.2022

Marc: Aufstehen, kurz Zähne putzen, zwei Milchbrötchen essen damit was im Magen ist und dann direkt das erste Bier aufmachen und den Tag starten. Bis die erste Band am Tag spielt ist noch viel Zeit - also noch das ein oder andere Bier getrunken, nochmal kurz ein Powernap gemacht, was man halt so macht auf ‘nem Festival.

Die Running Order für den Tag begann um 12 Uhr mit dem allseits beliebten Mittagsgrind zu dem KADAVERFICKER mit „Wir sind die Fickers und ihr nicht“ sich in einem Video vorgestellt hatten. Wie erwartet, war es voll von Leuten mit zweckentfremdenden Schwimmbadutensilien und Klobürsten die permanent einen Circle Pit am Laufen hielten. Irgendwann hat die Band dann den Kackemann auf der Bühne begrüßt der kleine Plastik Kackehäufchen in die Menge geschmissen hat.

Im Anschluss kamen LIK aus Stockholm, die 2016 schon die Tent-Stage bis zum Zerbersten gefüllt hatten. Auch auf der großen Bühne lieferte der 5er eine grundsolide geile Show. Von allen Alben wurde etwas gespielt und sowohl auf der Bühne wie auch im Publikum hart abgefeiert. Zum Schluss wurde das Publikum mit dem Track „Becoming“ verabschiedet, was in meinen Augen das geilste Ende einer Show war, die ich je gesehen hab.

Nach einer kurzen Umbau-/Bierpause kamen dann 1914 aus der Ukraine auf die Bühne. Im Vorfeld erst bestätigt, dann wieder aus katatoniadem Billing genommen wegen des Kriegsausbruchs und der daraus resultierenden Ausreisesperre und schließlich zur großen Freude aller doch wieder aufs Billing gesetzt mit Sonderausreisegenehmigung. Die Stimmung war zum Zerreißen gespannt kurz bevor die 5 Jungs die Bühne betraten und sich merklich den Hass und Frust der letzten 6 Monate von der Seele spielten. Ein Denkwürdiger Auftritt der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Danach ging es weiter mit MALEVOLENT CREATION in einer 3er Besetzung. Das hat der ganzen Sache aber nicht geschadet und so klopfte sich der Dampfhammer aus Florida Lied für Lied durchs Publikum bis kein Nacken mehr stillstand.

Es war ein vollgepackter Tag mit geilen Bands bei dem man eigentlich den ganzen Tag auf dem Festivalgelände bleiben wollte, das Wetter machte mir aber langsam einen Strich durch die Rechnung. 32°C und kein Wölkchen am Himmel gingen langsam auf die Murmel und so viel wie ich geschwitzt habe konnte ich gar nicht trinken, da ich den Rest vom Tag noch erleben wollte musste ich bei ONSLAUGHT notgedrungen das Weite suchen und zum Camp Ground zurückgehen, um etwas abzukühlen (soweit wie im Rahmen möglich).

MISERY INDEX standen direkt nach ONSLAUGHT auf der Bühne, eine Woche vorher noch in Wiesbaden im Kesselhaus aufgeräumt, mähten sie jetzt den Flugplatz in Schlotheim ordentlich nieder. Grundsolide wurde hier alles Stück für Stück zermahlen. Ein geiler Auftritt einer geilen Band!

Nachtrag zu MISERY INDEX, Eik: Wer bei den Temperaturen noch nicht komplett Brei in der Birne war, dem hat MISERY INDEX nachgeholfen. Ihr Auftritt war von der ersten bis zur letzten Sekunde brutal und im Pit vor der Bühne war ordentlich was los. Welche Wucht ihr Death/Grind live hat, muss man einfach erlebt haben. Auch wenn ich bei MISERY INDEX nicht besonders „songfest“ bin, mit „Traitors“ gab es nochmal einen würden Abschluss für diesen Gig und hinterließ bei mir eine heisere Stimme, die erst einmal mit Cuba Libre gepflegt werden musste.

Mit UADA wurde es am fortgeschrittenen Abend okkult. Die US-Black Metaller betraten vermummt die Bühne. Mit Wolfsgeheul, eingängigen Riffs und wenig Worten wurde eine Show abgeliefert, die mich nachhaltig beeindruckt. Trotz der noch hellen Umgebung konnte es einem bei der teils melodiösen Gitarrenwand kalt den Rücken runter herunterlaufen. Den Fans gefiel es sichtlich und ich könnte wetten, dass die Amis zahlreiche neue Jünger in ihren Reihen begrüßen dürfen – vollkommen verdient! Geiler Black Metal, geile Show! Checkt ruhig mal ihr neues Album „Djinn“ an, denn die gespielten Songs kommen nicht nur live grandios rüber.

 

Marc: Danach gabs das zweite Mittagessen und noch ein Bierchen, um dann in der Abenddämmerung zu ASPHYX wieder auf das Festivalgelände zu gehen. Ich hatte viel von den Niederländern gehört, überwiegend nur gutes, deswegen war ich auch gespannt, das erste Mal ASPHYX zu hören/sehen. Die Band hatte richtig Bock, hatte einen geilen Sound, die tobende Meute hatte auch einen Wahnsinns Bock auf einen geilen Gig - der Schlagzeuger aber irgendwie nicht so... Als Mensch mit etwas Taktgefühl, der nicht nur Singen und Klatschen in der Schule vorweisen kann, hatte ich meine größten Probleme dem Schlagzeuger zu folgen bzw. zu verstehen, was er da denn spielen will. Die langsamen Sachen gingen, bei den schnellen ist er direkt an seine Grenzen gekommen und hat sich mit den Füßen verhaspelt ... und das kam nicht nur einmal vor. Ich bin dann nach dem 5ten Lied gegangen, weil ich übelst enttäuscht über den Auftritt war. Als Professioneller Musiker würde ich mich über so eine schlechte Performance hinter den benedictionDrums schämen. Sollte ich nochmal irgendwo die Gelegenheit bekommen ASPHYX zu sehen, werde ich glaube ich lieber einen Bogen um die Jungs machen, zu mindestens so lang wie der Schlagzeuger, der auf dem Party.San gespielt hat, mitspielt. Das war eine echt unterirdisch schwache Leistung.

Eik: Während ASPHYX auf der Hauptbühne spielten – und mich nicht überzeugten - drängten sich die Leute im Zelt zu den morbiden Klängen von GRACELESS. Meine Fresse, die Niederländer hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Die Deather um Frontmann Remco Kreft haben dermaßen die Bühne abgerissen, dass eine Absage aller Auftritte auf der Zeltbühne für den Samstag zu befürchten war. Death’n’Doom at its best und ein Gig, den ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Ich bin von den Jungs nachhaltig beeindruckt!

Eine Band, auf dich ich mich mit am meisten freute war CARCASS. Die britische Death/Grind Legende um Bill Steer (Gitarre) und Jeff Walker (Gesang, Bass) durfte den Freitag headlinen. Leider war der Sound links vor der Bühne nicht besonders satt. Wie schon des Öfteren an diesem Wochenende trug der Wind den Sound von links nach rechts davon. Aber hey, nach 2 Jahren Abstinenz kann man auch mit den „Macken“ von Open-Air-Konzerten leben. Jeff Walker war sichtlich motiviert und heizte das Publikum ordentlich an. Herr Steer – vergöttert von so einigen – war da eher etwas lethargischer unterwegs, was die Bühnenperformance schmälerte. Es waren an diesem Tag einfach viel motiviertere Musiker auf der Bühne! Was die Songauswahl angeht, streiten sich die Geister. Einige meiner Mitstreiter haben den hohen Anteil an Death’n’Roll Songs kritisiert und sich mehr Songs aus der Necroticism-Ära gewünscht. Ein verständlicher Wunsch, aber Hits wie „Keep on rotting in the free world“ und „Heartwork“ kriegen mich immer wieder. Der Auftritt hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Es war weder ein besonders starker noch schlechter Auftritt der Briten – alles in allem eine sehr solide Show und schöner Abschluss des Freitag-LineUps!

Marc: Nachdem bei CARCASS songtechnisch aus allen Alben was dabei war, ging es anschließend mit „DJ Escobar“ und ungewöhnlichen Funk Klängen in die Metal Disco. Ab hier war dann auch für mich Feierabend, weil die Hitze wieder ihren Tribut gefordert hatte und ich einfach nur noch ins Bett wollte.

 

Samstag, 13.08.2022

Marc: Den Samstagmorgen-Frühschoppe mit CAROOZER und MOTOROWL habe ich gepflegt in meinem Campingstuhl vom Camp Ground aus belauscht/verpennt, hat der vorherige Tag mir doch noch extremst in den Knochen gesteckt.

Eik: Was lockert einen Samstagnachmittag besser auf als Devil Metal? Kaum etwas. NUNSLAUGHTER hatten einfach richtig Bock und haben einen Auftritt hingelegt, der in mir wieder alle Lebensgeister weckte. Satanisch, räudig, geil. Ich habe selten so einen „ehrlichen“ Auftritt gesehen und ziehe meinen Hut vor den US-Devils.

Marc: Für heute stand eigentlich nur eine Band bei mir auf dem Zettel - BÖSEDEATH – alles andere wollte ich mir, wenn ich zufälligerweise auf dem Festival Ground bin, mal anhören.

Die Darmstädter eröffneten die Zeltbühne um kurz nach 3 mit den für sie typischen „jump around“ Klängen von House of Pain. Die open airHütte war voll, das Publikum hatte Bock. Bevor es losging, flogen noch aufblasbare Gummihämmer und Wasserbälle in die Menge, die auch dankend angenommen und rumgefeuert wurden und hier und da auch zu dem ein oder anderen Lacher auf der Bühne und im Publikum geführt haben. Mit Ihrem Musikstil waren BÖSEDEATH dieses Jahr auf dem Party.San relativ allein gestellt und so hat es Spaß gemacht auch mal alteingesessene Death Metal Jungs und Black Metal Liebhaber kopfnickend oder headbangend vor der Bühne im Publikum zu sehen. Einen das komplette Konzert andauernder Circlepit darf natürlich auch nicht in der Erwähnung fehlen. Die Jungs hatten so eine geile Spiellaune, dass sie ein für 30 Minuten angesetztes Set nach 14 Minuten schon komplett durchgespielt hatten. Das war auch das erste Mal, dass ich das Zelt nach einer Zugabe habe rufen hören, die dann auch genehmigt wurde. Und BÖSEDEATH hat geliefert – zwei Mal. Definitiv nicht nur für uns als Festivalbesucher ein Highlight, sondern auch für die Jungs von BÖSEDEATH.

Eik: Nach kurzem Auftanken ging es wieder vor die Bühne. SAOR sagten mir bis dato gar nichts. Die Schotten spielten atmosphärisch und folklorisch angehauchten Black Metal. Auch wenn ich anfangs skeptisch war, gefiel mir der Auftritt und ihre Musik ganz gut. Dieser Auftritt wäre ohne den IBANEZ Stand wohl gar nicht erst möglich gewesen, da einer der Gitarristen seine Gitarre vergessen hat!? Zum Glück haben die Glasgower eine Gitarre vom Gitarrenbauer gestellt bekommen. Typisch schottische Melodielinien gepaart mit Black Metal Elementen sorgten für ein Alleinstellungsmerkmal an diesem Wochenende.

Marc: Am späten Nachmittag habe ich mir dann noch BLOOD INCANTATION kurz angehört. Wahrscheinlich ist der experimentierfreudige Stil der Band nicht jedermanns Geschmack, aber mir hat‘s getaugt - auch weil der Sound schön gehämmert hat an dem Tag.

Eik: Eine Band, auf die ich mich gefreut habe, war IMPALED NAZARENE. Götter des Black Metal auf Platte in den frühen 90ern, so sind und waren sie schon immer eine rotzige Live-Band. Das ist nicht mal negativ gemeint. Der Drummer ballerte aus allen Rohren, die Gitarren schredderten, was das Zeug hält und Frontmann Slutti666 keifte in das Mikro als gäbe es kein Morgen mehr. Manchmal ist „einfach“ einfach geil. Den Fans hat der Mix aus alten und neuen Songs sichtlich gefallen!

shirtsMarc: Danach wurde ich noch von CYTOTOXIN nochmal schön durchgehämmert. Auch hier war das Zelt wieder bis zum Zerbersten gefüllt. Der Sound von den Sachsen lockte viele neugierige an, die sich stellenweise vors Zelt stellen mussten, weil im Zelt kein vorrankommen war. Zur allgemeinen Erheiterung wurde von dem Sänger des Öfteren ein Kreisverkehrsschild hochgehalten, um die Gangart anzuzeigen, die vor der Bühne gewünscht wurde.

Als Headliner habe ich dann noch die Schweden von DISMEMBER gesehen. Dadurch, dass es recht windstill war, hat der Sound von der Bühne vom Feinsten getaugt und hat weiter hinten noch enorm Druck gehabt. Das Publikum hats gefeiert und die Band, die seit 2011 das erste Mal wieder auf der Bühne stand, hat das Gejubel, die Horns und Fists und was weiß ich nicht noch alles, dankend angenommen. Anschließend wurden noch auf den letzten Abend 3-4 Bier im Camp Ground getrunken und für die Abfahrt am Sonntag vorbereitet.

 

Kurzes Fazit:

Eik: Ja, was soll man sagen? Es war ein Fest! Nach so langer Abstinenz waren alle Festivalbesucher ausgedurstet und sichtlich froh, wieder so ein Live-Event erleben zu dürfen. Ich bin fest der Überzeugung, dass alle Anwesenden das Event viel bewusster wahrgenommen haben als die Festivaljahre zuvor. Die Bandauswahl war wieder sehr gut – über ein bis zwei Ausreißer lässt sich streiten, aber das ist ja Geschmackssache! Auch wenn die heißen Temperaturen uns haben Tribut zollen lassen, waren beispielsweise die freistehenden Duschen für alle ein wahres Geschenk. Vielen Dank dafür! Es tat gut wieder an dem Ort zu sein, an den man so viele schöne Erinnerungen gesammelt hat und Jahr für Jahr alte und neue Weggefährten trifft. Das Party.San war schon immer ein Festival der Superlative und ist definitiv musikalisch nichts für Dünnbrettbohrer. Party.San 2023 – wir kommen! Einzig auf die Corona-Aftermath hätten wir verzichten können... Bleibt gesund und stay brutal!

 

(Text: Eik/Marc, Fotos: Dän McBrewer)


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