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Una De ZombiesUna De Zombies

(I-On New Media)

 

Spanien und die "Freak-Filme"! Wenn euch "Accion Mutante", "Mucha Sangre" oder "El Dia De La Bestia" bereits amüsierte, dann dürfte das auch mit "Una De Zombies" wieder klappen, der ebenso durch unkonventionelle Geschichte und Umsetzung hervorsticht. Weder ist das reiner Horror, noch ein richtiger Zombie-Film im klassischen Sinne geworden, vielmehr eine reflektierende Comedy-Show auf eben jene Genres. Von den Untoten lässt man sich gar überhaupt nicht beeindrucken - man ballert ihnen einfach Löcher in Kopf und Körper und wartet darauf, dass sich noch einen Oneliner oder ein drolliges Mienenspiel zum Besten geben. Auch verhalten sie sich nicht wie die klassischen Hirnleckermäulchen, schleichen nicht umher, sind nicht blutrünstig, sondern ganz normale Gossengangster, die sich sogar versöhnend darüber unterhalten, wie einer den anderen abgemurkst hat. Auch die Rahmenhandlung ist ungewöhnlich und stellenweise arg verschlungen, denn es geht darum, dass der bis dato nichtsnutzige Aijón einen Film plant, der sich mit den aktuellen Geschehnissen verbindet, was natürlich gehörig daneben geht. Zum Schluss weiß man nicht mehr, in welcher Ebene der Handlung man sich grad befindet. Unwichtig! Es zählen die vielen, kunterbunten, schrillen Charaktere, unter denen sich Santiago Segura (erst herrlich als prügelnder Lehrer, später als schmieriger Filmproduzent mit reichlich "Torrente"-Referenzen) einen Platz mit einer verrückten Death Metal-Band (herrlich klischeehaft, eine der besten Szenen des Films!), einer heißen Brunetten und natürlich dem impulsiven Caspas teilt, der sich herrlich in seiner Rolle austoben darf und Schabernack am laufenden Band treibt. Auch wenn man es hier und da ein wenig mit dem Humor übertreibt, bleibt der Streifen doch über die gesamte Spielzeit eine energiegeladene, witzige Horror-Hommage. Es stört auch nicht, wenn das Ding keine echte Gore-Granate ist. Ein paar blutige Details hier und da, nie wirklich ernsthaft und einige coole Actionszenen sind Grund genug, hier zuzuschlagen, zumal es haufenweise lustiges Bonusmaterial auf der Scheibe zu entdecken gibt, wo der ganze Spaß auf die Spitze getrieben wird. Die DVD im 1.85:1formatigen Widescreen mit DD5.1-Sound ist zwar kein Highlight, weil alles etwas nach Independent-Film aussieht, aber reicht, um den fetzigen Streifen mit der gesamten Ladung Spaß, Sex, Drugs und Rock'n'Roll genießen zu können.

 

(Paule)


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