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Laserkill - Todesstrahlen aus dem AllLaserkill - Todesstrahlen aus dem All

(CMV)

 

Wenn ein Film die Top 100 der schlechtesten Filme in der IMDb entert, hat man als Trash-Fan eine hohe Erwartungshaltung. Dass "Laserkill" allerdings dort gelandet ist, halte ich für etwas ungerechtfertigt - den Zuschauern muss wohl entweder ein wenig langweilig gewesen sein oder sie haben sich allesamt von der dünnen Geschichte veralbert gefühlt und somit eine Trotzbewertung abgegeben.

Allerdings erwartet einen auch ein sehr seltsame Ansammlung aus sommerlichen Jugendfilm, einer wüsten Alien-Story, viel Explosionskawumm und einer Zombie-Film-Atmosphäre, die an ihre Anfänge, nämlich jene im SciFi-Genre, erinnert. Im Grunde besteht "Laserkill" ja nur aus dem Umstand, dass ein junger Mann in der Wüste eine Laserwaffe findet, die ihn nach und nach zu einem amoklaufenden Monstrum verwandelt, dann noch einem Fremden, der genau in diesen Zwischenfälle ermittelt, ein paar doofen Provinzbullen und jeder Menge heißer Sommerluft, was die Chose etwas langwierig erzählt gestaltet. Die schlechten Darsteller, die vielen Explosionen und vor allem die schönen Stop-Motion-Effekte des Künstlers Dave Allen, der später u.a. in "American Monster" die Puppen tanzen ließ, machen den Film aber doch sehr sehenswert. Dazu gesellen sich einige hübsche (Cheryl Smith) und einige bekannte Gesichter (Roddy McDowall), ein interessanter, wenn auch nicht weltbewegender Score von Richard Band und Joel Goldsmith, sowie ein herrlich schlechter Hauptdarsteller, der unter der Zombie-Maske so richtig schön aufdrehen kann, während er (sich) zuvor eher langweilt.

Besonders aber die Verfehlungen der Regie (Abfolgefehler, Schwierigkeiten im Timing von Szenen, Schnitt) amüsieren häufig, wenn die Szenen drumherum mal zu trocken geraten. Vordergründiger Humor wird eher klein geschrieben, da die Charakter bis auf drei Ausnahmen keine Überzeichnung erfahren.

 

"Laserkill" ist ein sehr seltsames Projekt, das, sobald man über den etwas langweiligen Beginn hinweg gefunden hat, eine gewisse Anziehungskraft ausübt. Für Fans harter, ernster Action ist das aber nicht unbedingt etwas, denn "Laserkill" ist ein bisschen wie seine jungen Protagonisten, die ohne große Pläne in den Tag hineinzuleben scheinen. Wer sich allerdings für das Medium Film an sich interessiert, der könnte hieran so einiges finden, was ihn vor den Bildschirm bannt.

Die Hartbox ist in zwei verschiedenen Motiven erschienen, die beide den Fluch der FSK unbeschadet überstanden haben. Man sieht also: es geht auch ohne und ist gleich viel schöner. Zusätzlich enthält die Scheibe ein paar Trailer. Die Bildqualität ist angemessen, sprich: ein paar Szenen sehen etwas verwaschen aus, insgesamt passt das 1,66:1-Letterbox-Format aber. Der deutsche Ton ist dafür etwas unrühmlich, aber immerhin gibt es den etwas besseren englischen O-Ton dazu.

 

(Paule)


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