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My Dying Bride - The ManuscriptMy Dying Bride – The Manuscript

(Peaceville)

 

Nur etwa ein halbes Jahr nach dem fantastischen A Map of All Our Failures legen die britischen Trauerweiden mit einer vier Songs starken EP nach. Das Songmaterial wurde etwa zeitgleich mit dem des letzten Longplayers geschrieben, und entsprechend steht es diesem auch in nichts nach. Der Titeltrack zeigt die Briten gleich zu Beginn von ihrer allerbesten Seite: The Manuscript ist ein zähes und langsames Stück, das getragen wird von einem wunderschönen zweistimmigen Riff und einer tieftraurigen Violinenmelodie und überrascht mit einem eher untypischen Ende. Die schwedisch betitelte Death Metal-Nummer Var Gud Over mit ihren schweren Riffsalven fällt etwas aus der Reihe, wird aber zunehmend doomig und fügt sich zum Ende hin immer besser in die Gesamtstimmung der Scheibe. A Pale Shroud of Longing, ein ebenfalls fast acht Minuten langes Stück, überführt dann wieder in melodischere und düstere Gefilde: Schleppend und sehr heavy angelegt, begleitet von dynamischem Drumming, im zweiten Teil dann immer ausladender und epischer werdend, überzeugt der Song nicht nur durch Aufbau und Melodie, sondern auch – gerade zum Ende hin - durch anbetungswürdige Gesangslinien. Only Tears to Replace Her With schließt die 27-minütige EP dann mehr als würdig ab. Vom Inhalt her: ungefähr so etwas wie die Vertonung des Bandnamens, die Musik: schlichtweg überwältigend. Das langsame, harmonische Riff in Moll, das diesen Song trägt, ist in Sachen Tiefe, Traurigkeit und Weltschmerz schlichtweg nicht zu überbieten und reiht sich nahtlos ein in die lange Liste der Großtaten dieser Band. My Dying Bride halten das hohe Niveau also weiterhin aufrecht, und ehrlich: Besser geht es auch einfach nicht mehr.

 

(Torsten)

 

http://www.mydyingbride.net/


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