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Overkill, Exhorder, Heathen, Keops – 24.04.2023, Schlachthof Wiesbaden

                                                   

 

Overkill, Exhorder, Heathen, Keops – 24.04.2023, Schlachthof Wiesbaden

 

OVERKILL sind seit 43 Jahren im Business und haben erst vor nicht einmal zwei Wochen mit „Scorched“ ihr 20igstes – erneut starkes - Studioalbum veröffentlicht. Da Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bandjubiläum Corona Pandemie bedingt im großen Rahmen flachgefallen sind, freut man sich umso mehr, die Thrash Legende aus New Jersey zur Tour und zu den Feierlichkeiten für das 20 jährige Studioalbum Jubiläum zu begleiten. Im Gepäck haben die Amis ihre brachialen Landsleute von EXHORDER und die etwas melodischeren HEATHEN. Mit KEOPS eröffnet allerdings die kroatische Melodic Power Metal Newcomer Formation den musikalischen Abend im gut gefüllten aber nicht brechend vollen Wiesbadener Schlachthof.

 

Keops

Meine Landsleute aus Kroatien eröffnen den musikalischen Montagabend im Wiesbadener Schlachthof. Im Rund haben sich auch schon einige Besucher eingefunden und schauen sich den Auftritt von KEOPS an. Mit ihrem Melodic Power Metal US-amerikanischer keopsPrägung passen sie auf den ersten Blick nicht ganz in das Thrash Metal Package des Abends. Die fünf Männer auf der Bühne haben allerdings richtig Bock und Songs wie „Unconscious Minds“ oder „Rise Again“ sorgen bei dem größer werdenden Publikum vor der Bühne für anerkennendes Headbangen. Neben den guten eigenen Songs gefällt den Anwesenden auch die KEOPS Interpretation von MEGADETH´s „Countdown To Extinction“. Guter halbstündiger Auftritt und guter Opener für den Abend.  

 

Heathen

Day Bay Area Thrasher von HEATHEN sind mittlerweile auch schon seit 40 Jahren dabei. Immer ein Begriff aber nie großartig mit beschäftigt. Der Fünfer aus San Francisco überzeugt bei ihrem knapp 45-minütigen Gig mit Power und Energie. Frontmann David White ist ein wahrer Derwisch auf der Bühne und hat richtig Bock über eben diese zu fegen und das Publikum zu animieren. Dieses dankt es ihm, Bangt heathenund feiert ordentlich mit. HEATHEN haben richtig Bock gemacht und Songs wie „Opiate Of The Masses“, „Dying Season“ oder „Hypnotized“ haben ordentlichen Druck auf dem Kessel.

 

Exhorder

EXHORDER aus New Orleans gehen stehen heute gehandicapt auf der Bühne. Der Gitarrist hat sich das Bein gebrochen und reißt den Gig eingegipst sitzend und gelegentlich stehend ab. Der Bassist ist im Krankenhaus und fällt aktuell aus. Auf ein Trio dezimiert spielen die Groove Thrasher aus New Orleans ihr brachiales aber ziemlich monotones Set. EXHORDER können mich leider nicht überzeugen. Das liegt gar nicht mal daran, dass sie nicht in Voll- oder Topbesetzung spielen können, sondern vielmehr an den zwar groovigen, ballernden und brachialen aber leider auch sehr monotonen Songs. Auch wenn Sie vom Publikum gefeiert werden, für mich die schwächste Band des Abends. Ich ziehe allerdings meinen Hut davor, dass die Band trotz aller Widrigkeiten den Gig durchgezogen und nicht gecancelt Exhorderhaben.

 

Overkill

OVERKILL – die Mean Green Killing Machine aus New Jersey sind auf Tour zum neuen, dem mittlerweile 20igsten Studioalbum. „Scorched“ heißt das gute Stück und kommt bei Fans wie Kritikern erneut gut weg. OVERKILL stehen in nahezu Bestbesetzung auf der Bühne, lediglich D.D. Verni fehlt. Warum der Bassist nicht mit dabei ist, erfährt das Publikum nicht. OVERKILL bieten allerdings mit Ex-KREATOR Bassist Christian „Speesy“ Giesler einen starken Ersatz. Dieser scheint sich in kurzer Zeit auch die neuen Songs draufgeschafft haben, zumindest von Dreien. Von aktuellem Album hört man dann den Titeltrack und Album- wie auch Konzertopener „Scorched“ und im weiteren Verlauf noch „Wicked Place“ und „The Surgeon“. Das Publikum feiert die neuen Songs ebenso stark ab wie die alten und beliebten Klopper der Marke „Horrorscope“, „Hello From The Gutter“, „Elimination“, „Rotten To The Core“, das unverzichtbare SUBHUMANS Cover „Fuck You“ oder „neuere“ Songs wie „Ironbound“, „Bring overkillMe The Night“ und „Electric Rattlesnake“. Wie man sehen kann, lässt die Setlist kaum zu wünschen übrig, wenn selbstverständlich jeder auch gerne ganz persönliche Favoriten (in meinem Fall Bspw. „In Union We Stand“, „Bastard Nation“ und „Welcome To The Garden State“) gehört hätte. Ersatz Basser Speesy macht seinen Job richtig gut, Die Drums von Jason Bittner knallen heftig, die langjährige Gitarrenfraktion um Dave Linsk und Derek Tailer hat sichtlich Bock und Bobby „Blitz“ Elseworth ist ohnehin nahezu konkurrenzlos. Auch wenn über 40 Jahre Vollgas durchaus Spuren hinterlassen haben und er bei längeren Gitarrenparts hinter den Amps zum Luftholen verschwindet, liefert er gewohnt stark ab. Band und Publikum sind gleichermaßen stark drauf. Ein Moshpit jagt den Nächsten, Fäuste und Mittelfinger werden in den Montagabend gereckt und die Gedanken an den kommenden Arbeitstag bei Seite geschoben. OVERKILL waren wie immer einfach geil und lassen auch noch Stunden nach dem Konzert die Ohren klingeln!

 

(Text / Pics: Zvonko)


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