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Tanertill – TanerthosTanertill – Tanerthos

(Eigenproduktion)

 

Es gibt immer wieder Alben, die aus der grauen Masse herausragen weil sie sich sehr deutlich von den Formen der restlichen Stereotypen unterscheiden und mit all ihren Ecken und Kanten (positiv wie negativ) einfach schon von Natur aus auffallen.

 

„Tanerthos“ ist solch ein Album. Die Münchener Band beschreibt ihren Sound als ModernGhostElectRock – worunter man sich nur schwer etwas vorstellen kann. Ich würde ihn als experimentellen Alternative mit Einflüssen aus Elektronik, Industrial und Indie (Nine Inch Nails, Godhead oder God Lives Underwater als Eckpfeiler) beschreiben.

Der musikalische Ansatz ist aber bisweilen so verschroben ungewöhnlich (hört z.B. „Mr. Lampshade“), dass sich hier sogar einige Prog-Heads wohlig fühlen könnten.

 

Wer also auf reines und metallisches Riffing aus ist, der wird sich mit Tanertill nicht anfreunden. „Tanerthos“ ist etwas für die Fraktionen Metaller, denen elektrischer Strom für mehr taugt als nur um Amps und Gitarren anzuschließen. Ein Faible für künstlich erzeugte Sounds ist also unbedingt erforderlich, da diese zum Teil federführend und sehr dominant sind („Karina K“).

Die teils großen Melodien wie in „Cool“, dem türkisch gesungenen „Sen“ oder abermals „Karina K“, für die die Band ein wirklich feines Gespür hat, lohnen sich aber entdeckt zu werden.

 

Größtes (subjektives) Manko: Die Produktion ist mir ein bisschen zu mitten- und höhenlastig, schneidet mir dadurch im hohen Pegelbereich zu stark ein und lässt teilweise den Druck vermissen. Ansonsten: Daumen hoch!

 

(Michael)

 

http://www.tanertill.com/


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