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Kreator – Gods Of ViolenceKreator – Gods Of Violence (Hailo or Kill Review)

(Nuclear Blast Rec.)

 

Den auf “Phantom Antichrist” eingeschlagenen Weg gehen Mille und seine Mannschaft auf “Gods Of Violence” konsequent weiter und legen sogar noch einen drauf. “Phantom Antichrist” war schon ein recht melodisches Album, auf dem neuen Werk bekommt man nun in jedem Song die zweistimmigen Melodien im Wechsel mit brutalen Riffs und Doublebass Attacken um die Ohren gehauen. Neu sind vereinzelte orchestrale Arrangements, die durch eine Kooperation mit den Italienern Fleshgod Apocalypse entstanden sind und sich fantastisch in den Sound einfügen. Wer sich jetzt entsetzt abwenden will, kann beruhigt sein. Die Songs würden auch ohne diese Arrangements funktionieren, sie sind lediglich das Tüpfelchen auf dem „i“. Cleane und akustische Gitarren sind im Sound von Kreator nicht neu und werden auf „Gods Of Violence“  wiederum fantastisch effektiv eingesetzt. Geblieben ist Milles Vorliebe für plakative Songtitel. Der Albumtitel spricht Bände, ebenso wie „Satan Is Real“, zu dem ebenfalls ein Video gedreht wurde. Das KREATOR ihren Biss längst noch nicht verloren haben, beweisen zum Beispiel der Opener „World War Now“, der mit einem geilen Break gesegnet ist, oder das brutale „Totalitarian Terror“, bei dem Ventor aus seinen Füßen echt alles herausholt. Ein weiteres Highlight ist „Fallen Brother“, in dem Mille mit einigen deutschen Textzeilen überrascht. Das klingt im Kreator Kontext unpassend, klingt aber fantastisch und hat bei mir echt für Schauer gesorgt. Ebenfalls unter die Haut geht das abschließende, über 7 Minuten lange, Mid-Tempo Epos „Death Becomes My Light“. Hier packt Mille seinen von Carl McCoy (Fields Of The Nephilim) beeinflussten Sprechgesang aus, der perfekt zur Stimmung des Songs passt. Besonders stark ist hier wiederum der, mit tollen cleanen Gitarren unterlegte, Refrain.
Was KREATOR, nach über 30 Jahren Bandbestehen, noch in schöner Regelmäßigkeit an fantastischen Alben veröffentlichen, ist ziemlich einzigartig. Für die Kunst, den eigenen Stil alle 2-3 Alben leicht in eine andere Richtung zu lenken und nach 30 Jahren nicht in Bedeutungslosigkeit zu versinken, würden viele Bands töten. Da sind sie nicht nur im eigenen Land ganz oben, sondern lassen auch international, nicht nur im Thrash, so ziemlich alles hinter sich. „Gods Of Violence“ ist ein fantastisches Album, völlig ohne Ausfälle! Hail to The Hordes!

 

(Schnuller)

 

Eigentlich könnte ich Schnullers Rezension einfach hier reinkopieren, denn „Gods Of Violence“ ist ein Brett!

Egal welches Stück man anspielt - Sei es der Groove-Hammer „Satan Is Real“ mit seinen geilen Melodien, der drückende Titelsong, der latent melodische Hassbrocken „Army Of Storms“ oder Hochgeschwindigkeitsgeschosse wie „World War Now“ oder „Totalitarian Terror“. Was die Essener hier abliefern ist fantastisch ausgearbeiteter und mitreißender Thrash Metal, den man im Grunde nicht besser machen kann.

Wenn ich jetzt irgendwas zum Meckern suchen wollte, dann höchstens, dass „Gods Of Violence“ ein „Nummer-Sicher-Album“ ist, denn es weicht nur in Nuancen von den erfolgreichen Vorgängern ab. Aber wen stört das bei so vielen starken Songs? Keinen! HAIL! (To The Hordes!)

 

(Michael)

 

Mille nimmt seinen Thrash Metal ernst und verzapft deshalb meist etwas weniger Ausschuss als die nationale Konkurrenz. Auf „Phantom Antichrist“ waren dann aber doch ein paar banale Liedchen drauf und gerade an die scheint „Gods of violence“ stilistisch anzuknüpfen.  Erneut wird also viel zu wenig die Hassflagge gehisst und stattdessen mit Melodien hantiert, die dem grundsätzlich durchaus ruppigen Sound nicht würdig sind.  Was Sami sich da aus den Saiten leiert, könnte vielleicht so manches klassische Heavy Metal-Album aufwerten – auf einem Kreator-Album wirkt es leider oftmals deplatziert und im Gesamtkontext nicht selten banal. Doch es geht auch ohne Zuckerkruste. Das rhythmisch eigenwillige „Army of storms“ und das leicht punkige, im Refrain endlich mal bissig gesungene „Lions and eagles“ gefallen gut, ebenso der zwar sehr melodische, aber nicht platte  Titeltrack mit seinen Ancient Rites-artigen Harmony-Leads. Der ganze Rest ist zumindest für Diabetiker und Aggrothrash-Fans ziemlich verzichtbar. Der böse in die Hose gegangene „Satan is real“-Refrain und die kitschige „Wir haben uns alle lieb“-Hymne „Hail the hordes“ haben sich dann aber doch noch eine Extra-Erwähnung verdient. Für mich ist „Gods of violence“ die schlechteste, weil seichteste Kreator seit „Endorama“. In diesem Sinne: Pleasure to ...kill.

 

(Chris)

 

Ist es tatsächlich schon fast 5 Jahre her, dass "Phantom Antichrist" erschienen ist? Da Kreator in all der Zeit ständig live präsent waren, kam mir die Wartezeit gar nicht so lange vor... Wie dem auch sei, dieser Tage erscheint mit "Gods of Violence" endlich neues Futter der Thrash Legende. Hat sich das warten gelohnt? Definitiv! Der bereits erwähnte Vorgänger ist mir, bei aller Qualität, bis heute irgendwie etwas zu zahm geraten, ein Umstand der hier glücklicherweise schon beim ersten hören vergessen werden kann. Man hat zwar nochmals eine Schippe Melodie drauf gepackt und Songs wie der Opener "World War Now", das knüppelharte "Totalitarian Terror" oder der Titeltrack reichen natürlich nicht an die Brutalität und Intensität eines "Pleasure to Kill" heran, so etwas erwartet ja aber 2017 auch niemand mehr ernsthaft von Mille & Co.. Die Band schafft es einfach wie kaum eine andere (gerade auch bei den "Big Teutonic 4") sich und ihren Sound perfekt weiter zu entwickeln und trotzdem ihre Trademarks zu behalten. So etwas muss man nach über 30 Jahren erst mal schaffen. Das Album macht einfach durchgehend Mega Spaß und zerbröselt dabei fast schon beängstigend die Konkurrenz in diesem Sektor. Lediglich auf das ziemlich langweilige "Satan is Real" (warum hat man ausgerechnet dazu ein Video gedreht?) hätte ich verzichten können. Von mir also ein ganz klares Hail, denn das Teil killt!

 

 (Dän)

 

Kreator, die gut geölte deutsche Thrash Maschine, ist zurück. Seitdem Mille & Co. im Jahre 2001mit „Violent Revolution“ wieder die heftigere Keule schwingen, erschien ein gutes Album nach dem Anderen. Immer qualitativ hochwertig, fett produziert (diesmal vom Schweden Jens „Amon Amarth, Arch Enemy, etc.“ Bogren) und voller guter Ideen, Melodien, Thrash Riffs. Das neue Werk „Gods of Violence“ fügt sich da nahtlos ein und damit es nicht langweilig wird hat man Überraschungen am Start die aber nie schocken sondern songdienlich integriert wurden. Ich rede natürlich von den Orchester Parts (made by Labelkollegen Fleshgod Apocalypse aus Italien) in „Satan is Real“, den deutschen Parts in „Fallen Brother“ oder den allgegenwärtigen Iron Maiden Einflüssen in der Gitarrenarbeit. Das sind so kleine originelle Spritzerchen die dem Material gut tun und für Abwechslung sorgen. Auch wenn Sodom immer meine „Teutonic Nr.1“ bleiben werden muss ich doch sagen dass die neue Kreator mal wieder saugeil ist – deshalb natürlich ein HAIL von mir.

 

 (Arno)

 

Mit „Gods Of Violence“, der mittlerweile vierzehnten Thrash Granate des Altenessener Quartetts, haben sich KREATOR ein weiteres Denkmal in ihrer knapp 35-jährigen Bandgeschichte erspielt. Frisch, ungezwungen und unverbraucht haben die Teutonen Thrasher, die sich 1982 unter dem Namen METAL MILITIA gründeten, den Zeitgeist eingefangen und mit unverschämter Leichtigkeit an die Wand gespielt. Brutal geiles, unbezähmbares Riffing, die ausgeklügelte Zusammensetzung der Tracks, tödlich präzise Schlagzeugarbeit und Mille Petrozzas unverkennbarer Thrash Gesang, sind ein Garant für diese extraordinären Tracks. KREATOR suchen trotz der immensen Durchschlagskraft immer wieder melodiöse und ruhigere Zwischenparts auf, um weitere Kurzweil zu erzeugen. Exzellent gespielte, euphonische Soli, unmittelbar auf die Nackenmuskultur einwirkendes, giftig galoppierendes Riffing, punktgenau gesetztes Drumming, das mit vielen Double Bass Attacken aufwarten kann, dazu kraftstrotzende, schweinegeile, mit ein wenig verstecktem Bombast abgeschmeckte Refrains, einprägsame Melodieführungen, sowie die enorme Power und ein gehöriges Durchsetzungsvermögen, machen diese extrem starken Thrash Nummern aus. Die, von meinem Kollegen Schnuller angesprochenen, orchestralen Arrangements sind sehr dezent und ausgewogen eingesetzt und wahrlich alles andere als ein Grund zur Abneigung. Den angesprochenen Biss, den sich KREATOR seit 35 Jahren bewahren, würde ich den Teutonen Thrashern in Blut unterschreiben. Auch die deutschen Textfragmente korrespondieren prächtig zu „Fallen Brother“. Hier passt einfach alles wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Man merkt dem Album, das sich durchaus zum zehn Mal hintereinander weg hören eignet, seine Spielfreude bereits mit den ersten Klängen an. Die einzelnen Tracks funktionieren garantiert auch live sehr gut. Ob das von den Essenern von vornherein so beabsichtigt war, kann ich allerdings nicht sagen, hört sich aber schwer danach an. „Gods Of Violence“ geht ins Ohr, bleibt im Kopf, eignet sich zum laut hören, totalem Ausrasten und bringt noch jeden Nachbarn auf die Palme. Absolut geil das...!!! Die Westfalen haben da auf „Gods Of Violence“, dem mit Abstand besten KREATOR Output, eine ganze Horde richtig fetter Riffmonster eingefangen. Ich bin total geflasht. Dass mich der Thrash Vierer noch mal so vom Hocker hauen würde, hätte ich beim besten Willen nicht gedacht. Die alten Kings Of Thrash sind die neuen Gods Of Violence! Von mir daher ein gigagigantisches HAIL!!!

 

(Janko)

 

Schon nach den ersten Durchläufen merkt man dieser gepresste Klumpen Wut ist ein richtig guter aus dem Hause Kreator. Gekonnt wurde hier der Kreator Sound mit mit Harmonien und Meldodien angereichert und schon im nächsten Moment werden genau diese dann in einem alles vernichtenden Thrashmetal-Gewitter wieder dem Erdboden gleich gemacht. Des Weiteren wurde mit Orchester Arrangements (Intro + Satan Is Real) bzw. Flötenklänge (World War Now) gearbeitet und naürlich wurden diese Arrangements genauso gekonnt integriert als auch ebenso gekonnt wie brutal den Erdboden gleich gemacht. Die über dem Album schwebende martialische Stimmung und der Hymnenhafte Chorous, welcher in nicht wenigen Stücken auszumachen ist, tuen da ihr übriges und runden die Scheibe zu einem Starken Album ab. Zu den letzten ebenfalls Starken Veröffentlichungen konnte "Gods Of Violence" aus meiner Sicht ganz klar noch einen draufsetzen. Anspieltipps: "Gods Of Violence und "Hail To The Hordes". Das ist Thrash Metal der Extraklasse und von daher ein donnerndes Hail!!! meinerseits.

 

(Patrick)

 

Tja, was soll man dazu noch mehr sagen? Außer (ich hab hier den kleinen Vorteil, dass ich die ganzen Reviews sammele und mich daher auf alle beziehen kann), dass ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie man hier ein „Kill“ zücken kann. Aber gut, kam ja nur einmal vor.
Für mich präsentieren Mille und seine Mannen hier ein schier übermächtiges Vorzeigeprojekt, wie man Härte mit Melodie grandios paart. Wer in Zukunft dieses Vorhaben zum Ziel hat, muss sich mit dieser Platte messen lassen. Zieht euch nur mal den Refrain von „Totalitarian Terror“ rein. Der erste Teil besteht aus einer grandiosen Melodie während der zweite einfach alle Aggressionen freisetzt. Und das ist eben nur ein Beispiel.
Und natürlich finden sich die Iron Maiden Einflüsse auf der Scheibe wieder, aber die sind ebenso gut in den Kreator Sound eingebettet, dass man hier bestimmt nicht von Verweichlichung reden kann. Oder hört euch das Eingangsriff von „Hail To The Hordes“ an – besser hätte Rock n Rolf das auch nicht schreiben können.

Was Amon Amarth mittlerweile für den (Mainstream-) Death Metal, sind Kreator für den Thrash Metal. Besser kann man diese Spielart nicht darbieten und besser war die Symbiose aus Härte und Melodie nie komponiert und umgesetzt worden.
Aber sowas von „HAIL“!!!

 

(Röbin)

 

http://www.kreator-terrorzone.de/

 

 


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