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High Spirits – Hard to Stop (Hail or Kill Review)High Spirits – Hard to Stop (Hail or Kill Review)

(High Roller)

 

Respekt vor diesem Chris Black! Der Ami hat nach seinen drei (!) Professor Black Solo Alben nun wieder ein High Spirits Werk (wie gewohnt im Alleingang!) aufgenommen das vor Power nur so strotzt! High Energy Rock wird der Stil oft genannt – das passt auf jeden Fall! Es knall einem von Anfang an eine positive Metal Power aus den Speakern die einfach nur entzückt! Richtig ehrliche Lust auf´s Headbangen ohne kommerzielle Hintergedanken oder Trend Anbiederei – das ist das was mir jedenfalls mit Songs wie „Since you´ve been gone“ (treibender 80er Speed Opener, sooo geil!), „Hearts will burn“ (Riffs, Riffs, Riffs!) oder „Midnight Sun“ (einfach nur HIT!) vermittelt wird. Dazu die sehr eigenwillige Stimme von Chris, die ganz und gar nicht die Größe von z.B. US Power Metal Sängern hat, aber gerade deshalb absolut eigenständig und genial klingt. Was mich amüsiert ist das der Mann zu seinen Songs immer gefühlvolle Herzschmerz Lyrics schreibt – das will so gar nicht passen muss aber im Endeffekt bei High Spirits so sein, haha. Ich mochte schon den Vorgänger „Motivator“ und stelle fest das „Hard to Stop“ wahrscheinlich noch geiler ist. Wenn ich dieses Album mit z.B. der völlig durchgeplanten, polierten neuen Primal Fear vergleiche dann muss ich ganz klar feststellen das High Spirits gewinnen. Von mir ein Hail für eins der bisherigen Jahres Highlights! Im wahrsten Sinne des Wortes Hard to Stop! (Arno)

 

Arno hat schon recht, wenn er schreibt, dass Chris Blacks Stimme„…ganz und gar nicht die Größe von z.B. US Power Metal Sängern hat…“, denn mit einem Top-Sänger könnten seine High Spirits noch locker 10% mehr Qualität drauflegen. Auch tue ich mir immer schwer, viel Output eines Musikers mit viel Qualität gleichzusetzen. Denn nicht alles, was Herr Black in der Vergangenheit rausgehauen hat, taugt wirklich was. Das unter Professor Black veröffentlichte „LVPVS“ hat doch bis heute niemand wirklich mehr als zwei Mal angehört, oder? Und auch die letzten Dawnbringer kommen nicht mehr an die frühere Klasse ran. Aber: „Hard To Stop“ gehört tatsächlich zu den Top 5 im Schaffen des umtriebigen Amis. Besser als Vorgänger „Motivator“ und in meinen Ohren sogar besser als das umjubelte (wie ich finde aber überbewertete) Debüt „Another Night“. Und den besten Song („All Night Long“) hat euch Arno in seinem Text sogar unterschlagen. Fans von ungeschminktem US Hard Rock kommen hier wirklich voll auf ihre Kosten. HAIL. (Michael)

 

Power, High-Energy, Riffs-Riffs-Riffs, ja Arno, auf jeden Fall. Da kann man nur zustimmen. Und auch wenn High Spirits 9 Songs, sprich die ganze Scheibe selbst geschrieben haben, auch beim wiederholten Hören werde ich exakt wie damals auf dem RockHard Festival, als ich die Band das erste Mal Live sah, das Gefühl nicht los, hier spielt eine Iron Maiden Coverband (zum „Iron Maiden“-Album Zeiten). Mir ist schon klar, eigene Lieder und Cover beißt sich, aber das Gefühl bleibt einfach bestehen. Mischen wir meinetwegen noch 10 % Thin Lizzy und 10 % anderer NWOBHM Kram mit rein, aber Eigenständig klingt hier in meinen Ohren nix. Und ja, Chris hat eine eigenwillige Stimme, auch hier kein Einspruch. Allerdings sieht das für mich so aus, dass hier eine mittelmäßige Stimme mit im unteren Drittel auf der Talentskala gesungen wird. Und wenn ich jetzt noch etwas aus der Hauptrezi aufgreife: Primal Fear. Mag sein, dass deren Scheibe glattpoliert ist, aber die Band nutzt eben einfach alle modernen Studiomöglichkeiten aus, ihren Sound und ihre Songs für sich perfekt klingend aufzunehmen. High Spirits mögen mit ihrem Sound altbacken klingen, aber das kann eben auch nur aus Nostalgie Gründen gut klingen. Würde mich mal interessieren, wie die (noch extremeren) Undergroundler reagieren würden, wenn sie beim nächsten Kinofilm ne körnige, verwaschene VHS Qualität vorgesetzt bekommen, wie hoch wird da wohl der Nostalgiefaktor sein? Primal Fear klingen wie Primal Fear, High Spirits wie viele andere, nur nicht so gut. Auch wenn also wirklich geile Melodien und Riffs vorhanden sind, heute spiel ich den Buh-Mann: Kill (Röbin)

 

Ich muss sagen, dass High Spirits – trotz der unheimlich positiven Kritiken und Vorschusslorbeeren – irgendwie an mir vorbeigegangen sind. Ein Begriff, ja; aktiv mit befasst, nein. Das hat sich jetzt mit aktuellem Werk „Hard To Stop“ geändert. Bedingt durch mehr Freizeit - aufgrund von Corona - hat sich auch die Gelegenheit ergeben, auch die stark gelobten Vorgängeralben zu checken. Ist schon Klasse, was dieser Chris Black in Eigenregie auf die Beine stellt und einspielt. Die gebotene Musik hätte in den 80 ́s sicherlich Platz im Abspann einer „Golan/Globus - Canon Production“ gefunden (schade, dass es solche Filme und die dazugehörige Musik in der Form nicht mehr gibt). Da High Spirits im Studio also so etwas wie ein Ein-Mann-Projekt ist, kann ihm auch niemand reinreden und er spielt seinen Stiefel nach persönlichem Gusto runter. Das ganze einfach sehr gut und sehr gelungen. So lässt sich bei keiner der veröffentlichten Scheiben ein Qualitätsabfall ausmachen. Das gilt dann auch für das neue Werk „Hard To Stop“. Wie Arno bereits geschrieben hat, besteht das neue Album aus 9 High Energy Rockern mit absolut positiver Attitüde. Der erste Durchlauf hatte mir gut gefallen aber noch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Ab dem zweiten und dritten Durchlauf hat dann die Unbeschwertheit und gute Laune auch von mir Besitz ergriffen. Tolle Musik, die richtig Bock macht. Egal ob zum Bangen, zum Speed Cruisen nachts auf der Autobahn (Blitzer muss dann halt in Kauf genommen werden, hahaha) oder einfach nur um sich zu Hause eine gute und lockere Zeit zu gönnen. Starke Musik (Live sicherlich auch absolut sehenswert), starke Scheibe, glasklares Hail! (Zvonko)

 

Ja, da hat Arno recht, Respekt muss man vor Chris Black schon haben. Was dieser Typ für einen Output hat und teilweise im Quartalstakt (oder mal drei auf einmal) Alben veröffentlicht, ist schon beeindruckend. Nun liegt also das vierte HIGH SPIRITS Album vor und hier weicht Chris Black natürlich keinen Millimeter von der eingeschlagenen Linie ab. Eigentlich ist der Begriff „Heavy Metal“ für die Musik nicht ganz treffend. Ob man das jetzt High Energy Rock nennt oder Proto Metal, ist am Ende auch Wurscht. Die Songs rocken gut nach vorne und verbreiten gute Laune mit leicht melancholischem Unterton. Musik zum Aufbauen quasi. Bei mir hat es allerdings ein paar Anläufe gebraucht, bis die Band gezündet hat. HIGH SPIRITS sind nichts, bei dem man headbangend die Fäuste ballt, sondern eher was zum Zuhören und mitsingen. Wie Arno ebenfalls erwähnt, ist Chris Black nicht unbedingt mit einer kräftigen Rockröhre gesegnet, im HIGH SPIRITS Umfeld passt sie jedoch perfekt. Die erwähnten Highlights von Arno würde ich noch um „Restless“ und „Voice in the Wind“ ergänzen, die sich ebenfalls nach einigen Durchläufen zu echten Ohrwürmern entwickeln. Etwas aus dem Rahmen fällt lediglich „Now I Know“ mit seinem punkigen Rhythmus und Gitarren. Schade ist eigentlich das Chris Black für jede neue Idee ein neues Projekt ans Laufen bringt und seine tollen Fähigkeiten als Songschreiber nicht mal in ein oder zwei Projekten kompensiert. Das tut „Hard to Stop“ aber keinen Abbruch, ein wirklich starkes Album, wenn auch für mich kein Anwärter auf das Highlight des Jahres. Ein klares „Hail!“ aber locker! (Schnuller)

 

Meine Kollegen werden mich für diese Aussage zwar verhauen, aber für mich sind High Spirits so etwas wie die Bad Religion des True Metals – und das meine ich durchaus positiv. Der Grund für diese streitbare Assoziation ist wahrscheinlich der wunderbar unprätentiöse Gesang von Herrn Black, das einmal mehr unglaublich flüssige Songwriting tut aber auch seinen Teil dazu. Zumal so ganz weit weg von Punk sind einige simple Stücke („Voice in the wind“) gar nicht. Sei's drum. "Hard to stop" ist ein starkes Album, minimal schlechter als der Vorgänger aber doch so gut, dass man für den Moment vergisst, welche unsagbaren Peinlichkeiten in dieser Stilrichtung verbrochen werden. Chris Black zeigt einmal mehr, wie frisch und agil man im Dunstkreis von Hard Rock und Heavy Metal klingen kann. Ähnlich wie Arno hab ich lediglich Probleme mit den klischeehaften Lyrics (und ein paar zu platten Refrains). Schade ist das besonders bei "All night long" das einerseits eine Hammer-Strophe hat (die Gitarre geht rein wie Butter), aber auch Texte zum Davonlaufen. Soweit kommt es dann aber nicht, weil „Hard to stop“ auch im hinteren Albumdrittel kaum abfällt. Unterm Strich ein klares „Hail“ (Chris)

 

Es ist einfach toll, dass es solche Bands gibt, die einfach ihr Ding machen und denen kommerzieller Erfolg herzlich egal ist. Diese Unbekümmertheit, Unkompliziertheit und Frische findet man auf allen drei Vorgängern und daran hat sich auch mit „Hard to Stop“ überhaupt nichts geändert. Die schnörkellosen Songs gehen sofort ins Ohr und man hat einmal mehr einen guten Soundtrack für einen heißen Sommertag. Inzwischen würde ich mir allerdings ein bisschen mehr Biss wünschen, auf Dauer klingen mir High Spirits einfach zu zurückgenommen und brav. Ein bisschen mehr Punk- oder Metal-Attitüde dürfte schon sein. Von daher Hail mit Abstrichen. (Torsten)

 

https://highspiritsmetal.bandcamp.com/

 


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