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VORACIOUS SCOURGE - In DeathVORACIOUS SCOURGE - In Death

(Massacre Records)

 

VORACIOUS SCOURGE zocken auf ihrem wuchtigen full-length Debüt "In Death" brummeligen, überwiegend in den höheren Sektoren der Temposkala angesiedelten, düsteren Old School Death mit schartigem Riffing, ordentlich ballerndem Drumming und klassisch gezockten Leads. Die traditionsbewussten Totengräber ziehen dabei mächtige Riffwände hoch, die in ihrer Gesamtheit typisch Ami-like rüberkommen. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, wurde das Five-Piece schließlich auch im Jahre 2017 in Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana von Gitarrist und Songwriter Jason McIntyre (SUTURE) gegründet, um dem kompromiss- und schnörkellosen Brutal Death Metal Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre zu frönen. Lediglich das markante, düstere Death-Grumbling stammt aus dem tiefen Abyssal von SINISTER-Frontröhre Adrie "Aad" Kloosterwaards Kehle, den man sogleich von dieser Idee überzeugen und für sich gewinnen konnte. Mit solch einem grandiosen, wie auch authentischen Sänger in ihrer Mitte, haben VORACIOUS SCOURGE natürlich bereits die halbe Miete in der Tasche.

                                

Die US-Deather, die trotz ihres brutalen Vorgehens einen gewissen Hang zum Melodischen aufweisen, wechseln häufiger die Gangarten und decken über die kräftigen, dunklen und brummelig-röchelnden Midtempo-Death Vocals des Holländers Aad Kloosterwaard, sowie das häufig einsetzende, technisch versierte Blast-Gebolze von Mike Smith, der bis 2012 bei SUFFOCATION die Drumfelle malträtierte, eine relativ weit gefasste Ebene ab. So wechseln VORACIOUS SCOURGE oftmals von fiesem Highspeedgeknüppel zu düster und dynamisch tuckernden Traktorbeats, mit undurchdringlichem Riffing und traditionell gehaltenen Leads. Die beiden Griffbretter von Jason McIntyre, sowie Billy Richard fressen sich dabei wie Kreissägeblätter durchs Fleisch und sägen einem auch noch das letzte bisschen Verstand aus dem Schädel. Die schwere Bassaxt vom kubanisch-amerikanischen Produzenten Tony Choy (ex-ATHEIST, ex-PESTILENCE), die er persönlich in seinen Tony Choy Music Studios in Miami, Florida aufnahm, hackt sich schartig wummernd durchs Gedärm.

 

Beim selbstbetitelten Song "Voracious Scourge" erhielt das Death Metal Schwergewicht tatkräftige Unterstützung von niemand geringerem, als James Murphy (ex-DEATH, ex-TESTAMENT), der die erste Lead-Gitarre übernahm, Andy LaRocque (KING DIAMOND) zockte die zweite Lead-Gitarre und Chad Kelly (EXCOMMUNICATED) steuerte die backing Vocals bei. Auch beim darauffolgenden "Mental Enslavement" brachte sich mit Tony Tipton (REGURGITATION), der das zweite Lead-Gitarrensolo spielte, ein weiterer Gastmusiker auf "In Death" ein. Photo: Jayson RamsayDem noch nicht genug, dengelte Simon Škrlec (VULVATHRONE) das Schlagwerk auf "Tank Tread Evisceration" ein, zu dem SINISTERs Ghislain Van Der Stel ebenso, wie beim Rausschmeißer "Born Dead" den Fourstringer bediente. Gerade beim etwas langsameren Titelsong "In Death" streuen die Vorboten des Untergangs auch immer wieder starke Soli ein. Überhaupt kann man die brutal geile Gitarrenarbeit über das gesamte Album nicht genügend in den Himmel heben. Dass hier absolute Vollprofis am Werk waren, ist also unbestreitbar.

 

Der musikalische Hassbatzen "In Death", der Brutal US-Death Metaller VORACIOUS SCOURGE föhnt mir doch glatt die Locken aus dem Bart und läuft mir trotz all der Härte wirklich sauber rein. Ab und an wird auch mal Kreischgesang unter Aads deftig gutturalen, rohen und rauen Vokills gelegt. Die dystopischen Texte der infernalen Todesschwadron könnten unterschiedlicher kaum sein und handeln unter anderem von der eigenen Interpretation der Apokalypse, dem schwarzen Tod, geistiger Versklavung, Freiheit durch Selbsttötung, falschen Propheten, sowie einem Bestrafungsszenario als Warnung für all die anderen, aus einem 60 Tonnen schweren Panzer, der dich überfährt, komplett zermalmt und lediglich einen undefinierbaren und unidentifizierbaren Brei aus Knochen, Blut, Haut und Hirn hinterlässt. Inklusive dem Intro "Retribution of the Damned" und der gefühlt fünftausendsten Coverversion, einer wirklich gelungenen und eigeninterpretierten Adaption des DEATH Klassikers "Born Dead", enthält das brutale Stahlgewitter "In Death" insgesamt zehn Tracks, die mit einer Gesamtspielzeit von 40:13 Minuten zu Buche schlagen. Dieser extreme Höllenritt durch die Unterwelt besitzt eine enorme Sprengkraft und taugt wahrlich dazu einem den Kopf von der Wirbelsäule zu trennen. Auch der Erstschlag "In Death" wurde, wie bereits die 2018er 5-Track-EP "Our Demise" von Jörg Uken im Soundlodge Studio im niedersächsischen Rhauderfehn klangtechnisch veredelt. Die lebendige und erdige Produktion übernahm im Übrigen Gitarrist Jason McIntyre himself.


(Janko)

https://www.facebook.com/voraciousscourge/

 

 

Checkt die beiden Lyric Videos der All-Star Brutal Deather hier an:

Heaven's Scorched:

https://youtu.be/OrjAk37Nt_I

 

Defleshed Messiah:

https://youtu.be/rHBYQb-WQmg


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