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ArmredSaint-PunchingTS.jpgArmored Saint – Punching The Sky

Metal Blade Records

 

 

„Standing on the shoulders of Giants, punching the sky every day!” Ja, das verbale Muskelspiel im Opener können sie sich leisten. Seit der letzten Reunion haben ARMORED SAINT einen beneidenswerten Status inne. Man hält einen 5-Jahres Rhythmus ein, wenn es um neue Alben geht und die haben immer das, was vielen älteren Bands auf ihren neuen Alben fehlt. Nämlich Songs, die es mit den alten Hits aufnehmen können. Das war auf „Win Hands Down“ auf jeden Fall so und ich denke, auch von „Punching The Sky“ könnten einige Songs möglicherweise öfter in der Setlist auftauchen. Stilistisch machen ARMORED SAINT genau das, was man von ihnen erwartet, hier ist das Korsett aber nicht so eng, wie das viele nicht-so-richtig Fans vermuten. Interessant sind die Nuancen zwischen den harten und melodischen Songs. Da, wo andere Bands weder Fisch noch Fleisch sind, offenbaren ARMORED SAINT ihre Stärken im Songwriting. Diese kleinen Finessen, welche die Die-Hard Fans an der Band lieben. Die Besetzungswechsel seit 1982 lassen sich an einer Hand abzählen und ich erinnere mich schmerzhaft an den 1990 an Leukämie verstorbenen Gitarristen Dave Prichard, den ich `89 noch auf dem Dynamo Open Air live sehen dürfte. Man hört eine Band, die im Prinzip seit über 30 Jahren in dieser Besetzung zusammenspielt und sich in und auswendig kennt. Das kann natürlich zu einer unspannenden Routine werden, oder im Falle ARMORED SAINT, immer wieder fesseln und mitreißen. Im Opener „Standing on the Shoulders of Giants“ haut man gleich mal eine der geilsten Hooklines des Jahres raus. Das folgende „End oft he Attention Span“ zieht Tempo und Härte etwas an, straft seinen Titel Lügen und lenkt die Aufmerksamkeit erst recht auf das Album. Tendenziell sind mir die etwas getragenen Songs, wie der schon erwähnte Opener oder „Lone Wolf“ zu erst im Ohr geblieben. Die L.A. Boys lassen aber natürlich nicht nur Melodien schwingen, sondern auch Riffs krachen. Vorneweg natürlich „Missile to Gun“ und das groovende „Do Wrong to None“. Unnötig zu erwähnen, dass die Rhythmusfraktion Joey Vera/Gonzo Sandoval groovt wie die Hölle, Phil Sandoval und Jeff Duncan einen göttlichen Riffteppich mit großen Soli liefern und John Bush (immer noch) in der Form seines Lebens ist! Bow to the mighty ARMORED SAINT!

 

(Schnuller)

 

http://www.armoredsaint.com/

 


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