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Universum der OzeaneUniversum der Ozeane

(Polyband)

 

Er mag zwar "Erde" heißen, doch mehr als zwei Drittel des blauen Planeten sind mit Wasser bedeckt und erst jenes Element macht Leben auf unserem Planeten möglich. Umso erstaunlicher ist es daher, dass die Ozeane unserer Welt zu den am wenigsten erforschten Bereichen überhaupt gehören. Selbst über unendlich entfernt scheinende Himmelskörper wissen wir mehr als über das, was nur einige Kilometer unter uns passiert. Um es gleich vorwegzunehmen: Auch Frank Schätzing löst in der vom ZDF produzierten dreiteiligen Doku-Reihe Universum der Ozeane nicht alle Rätsel der Tiefe, aber immerhin gewähren die zweieinhalb Stunden durchaus neue Einblicke - sei es durch aktuelle Unterwasserkameratechnik oder durch CGI-Animationen, die uns weit in die Vergangenheit reisen lassen.

Genau genommen machen diese Zeitreisen sogar einen Großteil der Dokumentation aus, denn der Entstehung der Ozeane sowie längst ausgestorbenen Herrschern der Meere wird hier nahezu das komplette erste Drittel gewidmet. Aber auch das Hier und Jetzt kommt nicht zu kurz, denn der zweite Teil beschäftigt sich ausführlich mit den Haien unserer Zeit, die ja bekanntlich nicht nur unentbehrlich für ein funktionierendes Ökosystem sind, sondern auch ein zuverlässiger Indikator für den Zustand der Weltmeere. Den Zuschauer wird es nicht sonderlich überraschen, dass dieser - gelinde gesagt - besorgniserregend ist und nicht zuletzt das widerliche Abschlachten diverser Haiarten bei lebendigem Leib (wobei die Tiere zu allem Überfluss auch noch ohne Flossen ins Wasser geschmissen werden, wo sie elendig am Meeresboden verrecken) weiteren, erheblichen Schaden anrichtet. Anhand von positiven Beispielen werden allerdings auch zuversichtlichere Töne angestimmt, bevor sich das letzte Kapitel mit der Zukunft unserer Ozeane und damit unserer Welt auseinandersetzt.

Universum der Ozeane ist beileibe nicht die erste Meeres-Doku und auch nicht derart bahnbrechend, als dass sie als unentbehrlich bezeichnet werden könnte. Nichtsdestotrotz liefert Frank Schätzing drei interessante und überaus informative Episoden ab, die durchaus uneingeschränkt zu empfehlen sind. Ein bisschen unnötig kommen die Auftritte des Herrn Schätzing daher, in denen er sich mittels gerade noch akzeptabler Computereffekte auf einem Bambus-Aufzug knapp über eine Gruppe Haie fahren lässt oder bemüht keck und jugendlich von einer Klippe in die Kilometer entfernt scheinende Gischt springt. Zum Glück halten sich jene "Anmoderationen" jedoch in Grenzen, und wir wollen alle hoffen, dass sich Derartiges von hohlen Teenie-Sendungen nicht noch weiter ins seriöse TV-Programm vorkämpft! Ansonsten gibt es wie zumeist bei der Firma Polyband nichts an der Qualität zu bemängeln, nur Bonusmaterial stand wohl keines zur Verfügung, was angesichts der hohen Informationsdichte der 150 Minuten doch recht schade ist.

 

 

(mosher)


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