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Kreator - Phantom AntichristKreator - Phantom Antichrist

Nuclear Blast

 

Gespannt konnte man sein, was Kreator nach „Hordes Of Chaos“ veröffentlichen. Noch härter, schneller oder basischer geht es (für Kreator Verhältnisse) eigentlich nicht mehr. Mittlerweile sind Kreator auch beim Branchenriesen Nuclear Blast gelandet, so dass man auch gespannt sein kann, wie „Phantom Antichrist“ in Punkto Marketing aufgezogen wird. Die größten Unterschiede zum Vorgänger sind Gitarrist Sami geschuldet, der auf „Phantom Antichrist“ wesentlich mehr Platz hat sich auszutoben. Das schlägt sich nicht nur in diversen Clean- und Akustik-Passagen nieder, sondern auch in den ganzen Leads und größtenteils mehrstimmigen Melodien. Auch Mille versucht sich des öfteren in gesungenen Passagen. Ein richtiger Sänger wird aus Mille definitiv nicht mehr, seine Aufgabe löst er aber ganz ordentlich. Auf „Hordes Of Chaos“ gab es ja mit „To The Afterborn“ schon einen sehr gelungen Song in die Richtung. Was Kreator mit „From Flood Into Fire“ abliefern, hätte  man so allerdings nicht erwartet. Ein fetter, stampfender Song im Midtempo garniert mit einem großen Refrain inklusive dicker Chöre (!!) und Arch Enemy-Gedächtnisanfang. Hat schon fast Single Charakter das Ding. Ansonsten gibt es mit dem Titelsong, „Death To The World“ oder „Civilisation Collapse“ genügend Futter zum Nackenmuskeltraining. Hooklines werden auf „Phantom Antichrist“ aber groß geschrieben. Findet man doch in fast jedem Song Melodien, auf die man beim nächsten Durchlauf unterbewusst wartet. Hatte ich nach den ersten zwei Hördurchgängen noch das Gefühl, dass sich zu viele ruhige Parts oder zweistimmige Solis auf der Scheibe befinden, so muss man doch zugeben, dass sich alles bestens zusammenfügt. Die cleanen Passagen nehmen nie zu viel Platz in den Songs ein und auch die Solis, wenn auch etwas ausufernder als auf dem Vorgänger, arten nie in langes Gefiedel aus. Soundtechnisch unterscheidet sich „Phantom Antichrist“ gar so viel vom Vorgänger. Auch wenn die neue Scheibe nicht live eingespielt wurde wie „Hordes…“, ist sie weit weg vom doch etwas zu glatten Sound der beiden Sneap Werke („Violent Revolution“/ „Enemy Of God“). Ganz ganz großes Songwriting, was die Jungs hier zeigen. Wer das nicht glaubt, möge sich „United In Hate“, „The Few, the Proud, the Broken“ oder „Your Heaven My Hell“ anhören.

 

(Schnuller)

 

http://kreator-terrorzone.de


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