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Firespawn - The ReprobateFirespawn - The Reprobate

(Century Media)

 

FIRESPAWN sind ein 2012 (damals noch als FIREBORN) fusionierter Hybrid aus Musikern, die bei ENTOMBED A.D., UNLEASHED, NECROPHOBIC, RAISED FIST, NAGLFAR, DARK FUNERAL, SATYRICON und DEFLESHED tätig sind, beziehungsweise waren. Das zweite Machwerk der Death Metal All-Star Formation aus der schwedischen Hauptstadt orientiert sich an einer Mischung aus klassischem, aber brachialem Florida Death Metal, die grob in Richtung HATE ETERNAL, DEICIDE oder MORBID ANGEL abzielt, sowie der polnischen Variante à la VADER, DIES IRAE, HATE oder DECAPITATED. Firespawn - Band1Die schwedische Supergroup lebt den Lifestyle Death Metal, den die einzelnen Musiker bereits mit der Mutterbrust in sich aufgesogen haben. Und so klingt „The Reprobate“ dann auch.

 

Hingabe, Liebe, Disziplin, Erfahrung, Engagement und Übung besiegeln den kranken, brachialen, technischen, aber auch melodischen Death Metal, der eine perfekte und blutrünstige Symbiose aus den vorgenannten Stilen eingeht. Bereits mit Anklang des Openers „Serpent Of The Ocean“ beschwören FIRESPAWN eine gefährliche und bedrohliche Stimmung herauf. Dem biestigen, disharmonischen Kleinkrieg, den die Stockholmer mit many many Blastbeats angereichert haben, möchte ich trotz all seiner energetischen, zu einem bestialischen Hassklumpen verdichteten Urgewalt eine gewisse Eingängikeit nicht in Abrede stellen, wobei diese schon echt schwer rauszufischen ist. Die fiese FIRESPAWN Doublebass-Splatter-Drumorgie wurde hin und wieder sogar mit einer Prise Groove abgeschmeckt. Das perverse, aber kreative und vielschichtige Zusammenwirken der einzelnen musikalischen Elemente prasselt aber eher äußerst morbide auf den Schandfleck Mensch hernieder und ist definitiv nix für Weichflöten. Von allen Seiten schneiden sich pfeilschnelle Gitarrenläufe in das zentrale Nervensystem, die vom fein wummernden Bass von Alex “Impaler” Friberg fette Unterstützung erfahren. Firespawn - Band2Das teuflisch brutale Geschmetter von Fellpeiniger Matte Modin ballert einem das Hirn aus dem Kasten und das anprangernde, dunkelgutturale Growling von Frontkampfsau Lars-Göran Petrov mimt die vertonte „Faust ins Gesicht“!

 

„The Reprobate“ welches über einen Zeitraum von zwei Monaten in drei verschiedenen Studios (Studio Maskinrummet, Necrophonic Studios und Chrome Studios) aufgenommen wurde, ist ein 43:03-minütiger Ausflug in die tiefsten und dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele. Variabel, brutal, direkt und einfallsreich gezockt, hat der melodische, technische Extrem Death Metal so einige anspruchsvolle Gitarren- und Drumfiguren drauf. Hier wird aber mal sowas von auf die Kacke gehauen, dass es nur so spritzt! Vor allem die astreine Schlagzeugtechnik, in ihrer perversen Bleifuß-Mentalität kann man nur immer wieder in den Himmel loben. Verfrickelte Dissonanzen reihen sich an diabolische Brutaloparts, die trotz Lauflängen der einzelnen Songs von knapp vier Minuten oder länger, kaum Zeit lassen das Ganze zwischendurch ein wenig aufzulockern. Die äußerst kompromisslose Variante des fucking brutal Death Metal der Stockholmer Extrem Metaller eröffnet nach hinten raus sogar noch etwas mehr Raum für technische Spielereien. „The Reprobate“ ist verdammt harter Tobak, für den es Nerven aus Drahtseilen braucht, um nicht daran zugrunde zu gehen.

 

(Janko)

 

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