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totentanz nr. 29

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Downfall of Gaia – Ethic of radical infinitude

(Metal Blade)

 

„Atrophy“ war bisher das stärkste Album der Deutschamerikaner. In zwei, drei Tracks kam man sogar fast an die Qualität gewisser Polen heran, denen man auch stilistisch einigermaßen nahestand. Dieser Biss, diese Widerspenstigkeit in den Melodien geht dem neuen Werk leider ziemlich ab. Die nur wenig zwingenden Leads haben eher etwas Melodramatisches an sich, sind stilistisch oftmals näher an Katatonia als an Mgla und könnten so auch von Anomalie oder Harakiri in the sky kommen. Strukturell ist man davon auch nicht weit entfernt, Post Black Metal halt, Laut/Leise-Dynamik, ihr wisst schon. Setzt man sich näher mit den Stücken auseinander, kommt dennoch einiges an Eigensinn und Klasse zum Vorschein. Da wäre zum Beispiel das untypisch kurze, dafür umso brachialere „As our bones break to the dance“ bei dem mir die Gitarrenarbeit inklusive atmosphärische Einlassung, Solo und Rumpel-Thrash-Anwandlung endlich mal gefällt. Ähnliches gilt für „Guided through a darkless night“, das in den ersten Minuten mit viel Druck und prägnanten Melodiebögen plättet. Weiter so, möchte man brüllen. Aber erstens hört es niemand und zweitens kann man an der Musik eh nichts mehr ändern.

 

Sei’s drum. Die neue Platte ist solide, die Arrangements teilweise überraschend filigran, die Produktion gelungen, das Drumming ziemlich fett und die derben Vocals immer noch wunderbar direkt. Dennoch, an den Vorgänger kommt die Band zu keiner Sekunde ran und die aktuelle Ultha kann auch deutlich mehr.

 

(Chris)

 

www.downfallofgaia.com


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