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Blackbox - Reviews ov the vnderground IV

 

Wieder mal halte ich unerschrocken die Schwarzlicht-Lampe der Verdammnis ins Dunkle, um für die geneigten Leser (ja, du und vielleicht noch ein, zwei andere Hartgesottene, machen wir uns nichts vor) einige nokturne Neuheiten und obskure Klänge ans trübe Tageslicht zu fördern.

 

Wer seine Weltuntergangsstimmung noch ein wenig forcieren und seinen völlig verständlichen Menschenhass fachgerecht kanalisieren und kalibrieren möchte, hier kommt akustische Hilfe. Ist das alles Black metal? Nein, bei weitem nicht, aber oftmals entsteht spannende, unverwechselbare Musik nun mal an den Außenkanten des Genres. Oder noch weiter draussen ...

 

 

 

Altari – Kröfueldar

(Svart)

 

Was sagt man dazu? Freizügige Dissonanzen wie die edelsten Island-Vertreter aus deren Dunstkreis Altari auch kommen, aber so gut wie keine Verzerrung auf den Klampfen. Stattdessen eine eher wavige, mich teilweise an spätere Alchemist Großtaten erinnernde Soundästhetik, die viel Luft für dichtes Songwriting lässt. Ebenso sperrig wie spannend. Svart Records haben für diese stilistischen Randexistenzen im Halbdunklen der Unterwelt ein 

   tolles Händchen. Danken wir es ihnen mit unserem aufrichtigen Interesse.

 

   Island mal anders, aber nicht weniger faszinierend:

   https://altariiceland.bandcamp.com/album/kr-flueldar

 

 

 

Enevelde – Gravgang

(Terratur Possessions)

 

Ist schon ne Spur älter, aber Gänsehaut hat nun mal kein Verfallsdatum. Und die, liebe Freunde, ist hier alternativlos. Misotheists B. Kraböl gibt mit grabestiefer, penetrant nach vorne gemischten Vocals den schauerlichen Ton vor. Dazu lauernde hässliche, in ihrer Disharmonie alles zersetzende Riffs für die das Wort „hypnotisch“ scheinbar erfunden wurde. Ganz entzückend, was übrigens in ähnlicher Weise auch für das neue

   Album "En gildere dod" des Trondheimer Missetäters gilt.

 

   Einkaufszettel bitte jetzt ergänzen:

 

   https://terraturpossessions.bandcamp.com/album/enevelde

 

 

 

The Lovecraft sextett -Blackwhite

(Debemur Morti)

 

Nee, Black metal ist das nun wirklich nicht, aber Scheiße noch eins, es fühlt sich auf diesem 2-Tracker irgendwie trotzdem so an. Man nehme Bohren & the club of gores Gloom Jazz, entferne einige Softporno-Sax-Parts und ersetze sie durch wahnhafte Noise-Entgleisungen. Fertig ist eine Mixtur, die in ihrer negativen Radikalität wunderbar in diese Empfehlungsliste passt - oder auch nicht. Je nach individueller Scheuklappen-Einstellung 

 

   Mutige zuerst, der Rest lässt es halt bleiben ...

 

   https://thelovecraftsextet.bandcamp.com

 

 

   (Chris)


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