Maggot heart - Hunger

(Svart)

 

Wer seinen Opener „Scandinavian Hunger“ nennt, hat alles richtig gemacht und geht mit ordentlich Sympathiepunkten ins Rennen. Leider werden diese in der Folgezeit recht schnell verbraucht, weil „Hunger“ in seiner riotgirligen Widerspenstigkeit kaum bei mir landen kann.

 

Die Musik auf Maggot Heart-Album Numero 3, ein Amalgam zwischen Punk, Noise Rock und einer Messerspitze Proto-Metal, scheint, bis auf wenige Ausnahmen, nicht wirklich gefallen zu wollen und leider, leider kommt sie diesem Ziel dann immer wieder auch recht nahe.

 

Klar, es gibt auch weniger spröde Momente in denen das Songwriting wirklich mundet („This shadow“), die Gesangslinien berühren („Scandinavian hunger“) und die Riffs die Nackenhaare aufrichten („Looking back at you“ geht paradoxerweise am meisten nach vorne). Und ja, ich will auch nicht ausschließen, dass der ein oder andere Track Grower-Qualität haben könnte, aber zusammen mit Linneas leicht quäkiger Stimme werden einem beim Hören hier schlicht eine Menge Steine in den Weg gelegt. Kann man natürlich auch als spannende Herausforderung empfinden und diese Absage an jegliche Hitlastigkeit finde ich grundsätzlich auch sympathisch. Aber trotz alledem ist mir das Songwriting insgesamt nicht zwingend und nahrhaft genug.

 

Appetite for destruction? Ja, aber dann muss es auch richtig scheppern - und runtergehen wie Öl.

 

(Chris)

 

https://www.maggotheart.com


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