Nocturnus A.D. - Unicursal
(Profound Lore Records/Napalm Records)

 

Nocturnus brachten 1990 mit „The Key“ einen Meilenstein im Death Metal als Debüt Album heraus und das nicht nur, weil sie die ersten Deather waren, die ein Keyboard in den Sound integrierten. Die Songs strotzten nur vor Ideenreichtum, wahnwitzigen Soli und unheimlicher Atmosphäre. Hauptantreiber der Band war Mike Browning, der zuvor bei Morbid Angel rausgeflogen war, die er eigentlich ebenfalls mitbegründet hatte. Und was soll man sagen, zunächst wurde er vom Singen weggedrängt und beim dritten Album wieder mal komplett aus der Band und der Untergang von Nocturnus war besiegelt, denn die Qualität ließ arg zu wünschen übrig. Es dauerte lange, bis er sich von diesem Schlag gänzlich erholte, aber 2019 wurde mit dem Zusatz „A.D.“ das Album „Paradox“ veröffentlicht, welches nahtlos mit seinem Songwriting und der Geschichte an „The Key“ anknüpfte. Die Songs waren vielleicht nicht ganz so gut wie auf dem 90er Release, aber man freute sich als Fan doch, diesen außergewöhnlichen Death Metal nochmal zu hören.
Jetzt folgt also Teil 2 von A.D. bzw. Teil 3, denn auch hier wird die Geschichte weitergesponnen. Der Sound ist besser als auf dem Vorgänger und auch die Songs sind es. Erneut kann man nicht ganz an die Qualität von „The Key“ rankommen, aber dennoch, Lieder wie „Mesolithic“ oder „Mission Malkuth“ tragen das Erbe gebührlich weiter und welche Band schafft es schon, ihren eigenen Meilensteinklassiker zu übertrumpfen? Klare Empfehlung für Nocturnus, Morbid Angel oder Fuddellastigen Death Metal Fans.

 

(Röbin)

 

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